Letzte Aktualisierung: 21. Februar 2018

Pressemitteilung

Stärke der deutschen Wirtschaft schafft 4,9 Millionen Jobs in der EU / vbw weist Kritik an deutschem Handelsbilanz-überschuss als absurd zurück

21.02.2018 - Brüssel

Die starke Nachfrage der deutschen Wirtschaft nach Gütern aus anderen EU-Staaten schafft in hohem Umfang Wertschöpfung und Arbeitsplätze in ganz Europa. Dies ist das Ergebnis einer Studie der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die die Prognos AG erstellt hat. Ein Update der Studie stellt die vbw heute in Brüssel im Rahmen ihres „Politischen Dialogs“ vor.

Die Nachfrage Deutschlands nach Importgütern schafft demnach in den anderen EU-Staaten insgesamt 4,9 Millionen Arbeitsplätze. Allein die Nachfrage der deutschen Industrie sorgt für 3,4 Millionen Jobs in der EU. In Tschechien hängen über neun Prozent aller Beschäftigten von der deutschen Importnachfrage ab, in der Slowakei acht, in Österreich und Slowenien je rund sechs Prozent.

In den ersten elf Monaten des Jahres 2017 exportierte Deutschland Waren im Wert von 750 Milliarden Euro in andere EU-Länder, das sind fast 59 Prozent aller deutschen Exporte. Die Importe Deutschlands aus EU-Ländern betrugen 590 Milliarden Euro, das sind 57 Prozent aller Einfuhren – Handelsbilanz-
überschuss: 160 Milliarden Euro.
Bayern hat eine ausgeglichene Handelsbilanz mit der EU, 2017 gab es sogar ein leichtes Defizit. Ursache ist die große Menge an Vorleistungsimporten des Freistaats aus mittel- und osteuropäischen Staaten.

Die größte Abhängigkeit von Deutschland weist Tschechien auf, das mehr als 30 Prozent seiner gesamten Güterexporte nach Deutschland absetzt. In Österreich, Luxemburg, Ungarn und Polen lag der Anteil bei über 25 Prozent.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt analysiert: „Unsere Studie zeigt, dass die Kritik an den hohen Leistungsbilanzüberschüssen absurd ist. Deutschland ist die Wirtschafts-lokomotive in Europa. Die EU profitiert davon. Eine Verschlechterung der Wettbewerbs-fähigkeit der deutschen Wirtschaft würde die EU-Partner schwächen und Arbeitsplätze kosten.“ Die vbw plädiert dafür, dass alle EU-Länder wettbewerbsfähiger werden. Sie kritisiert Bestrebungen, die auf zu viel Staat, mehr Steuern und mehr Umverteilung zu Lasten Deutschlands hinauslaufen. Dazu Brossardt: „Wer glaubt, mit einer Transferunion Europa gerechter, wohlhabender und wirtschaftlich stärker machen zu können, der irrt. Daher darf ein ‚Europäischer Sozialpakt‘ auf keinen Fall Realität werden. Nach dem Subsidiaritätsprinzip ist die Sozial- und Beschäftigungspolitik Sache der Mitgliedsstaaten – und muss es auch bleiben.“ Die Studie ist abrufbar unter:


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