Letzte Aktualisierung: 19. Juni 2018

Pressemitteilung

Schwäbischer Arbeitsmarkt: 34 Prozent weniger Arbeitslose seit 2007 / Brossardt: „Fachkräftesicherung bleibt größte Herausforderung“

19.06.2018 - Augsburg

Der Arbeitsmarkt in Schwaben hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Die Arbeits-
losenquote verringerte sich von 2007 bis 2017 von 4,9 auf 2,9 Prozent – zusammen mit der Oberpfalz der niedrigste Wert aller bayerischen Regierungsbezirke. Insgesamt waren 2017 über 15.500 Personen weniger arbeitslos gemeldet als zehn Jahre zuvor, das entspricht einem Rückgang um 34 Prozent. Dies hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf ihrem Kongress „Vorsprung Bayern - Perspektiven des schwäbischen Arbeitsmarkts“ in Augsburg deutlich gemacht. Auf der Veranstaltung, die im Rahmen einer Reihe in allen bayerischen Regierungsbezirken stattfindet, diskutierte die vbw mit Politikern von CSU, SPD, FDP und Bündnis90/Die Grünen.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt hob im Vorfeld der Veranstaltung hervor, dass die Arbeits-
losenzahlen in Schwaben bei Jugendlichen in den letzten zehn Jahren um 41 Prozent, bei Frauen um 44 Prozent und bei Langzeitarbeitslosen sogar um 60 Prozent zurückgegangen sind. „Diese Gruppen haben damit von der positiven Entwicklung besonders profitiert. Insgesamt herrscht in weiten Teilen Schwabens Vollbeschäftigung, mit den Landkreisen Unterallgäu und Donau-Ries mit Arbeitslosenquoten von jeweils 1,9 Prozent an der Spitze. Es gibt 22,7 Prozent mehr sozialversicherungspflichtige Jobs in der Region und auch die Arbeitskräftenachfrage hat im Jahr 2017 mit einem Bestand von 18.318 gemeldeten Stellen einen vorläufigen Höchstwert erreicht. All das unterstreicht die dynamische Entwicklung der Region.“

Trotz der guten Ausgangslage sieht die vbw für die Zukunft große Herausforderungen. „Dazu zählen die Digitalisierung und wachsende Fachkräfteengpässe. Denn: Die Bevölkerungsprognosen für die Per-
sonengruppen im erwerbsfähigen Alter in Schwaben sind durchweg negativ. Verantwortlich ist haupt-
sächlich die demografische Entwicklung. Der Altenquotient steigt von 33,8 Prozent auf 50,0 Prozent. Wir haben mit unserem Aktionsprogramm Fachkräftesicherung ein integriertes Konzept vorgelegt, bei dem fünf Handlungsfelder ineinandergreifen: Die Erhöhung der Beschäftigungschancen, eine höhere Er-
werbsbeteiligung
vonFrauen, flexiblere Arbeitszeiten, eine umfassende Bildungsoffensive in allen Bildungsbereichen sowie die gezielte Vermittlung von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt“, sagte Brossardt.


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Tobias Kochta

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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