Letzte Aktualisierung: 09. August 2019

Pressemitteilung

Rohstoffpreise sind im zweiten Quartal 2019 gesunken / Brossardt: „Kostenentlastung für das verarbeitende Gewerbe“

08.08.2019 - München

Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im Durchschnitt des zweiten Quartals 2019 im Vergleich zum ersten Quartal 2019 von 131,2 Punkten auf 125,6 Punkte gesunken – das entspricht einem Rückgang von 4,3 Prozent. Gegenüber dem zweiten Quartal 2018 sank der Index um 14,0 Prozent. „Als rohstoffarmes Land ist die bayerische Industrie auf Importe angewiesen. Von daher bedeuten niedrige Rohstoffpreise grundsätzlich eine Kostenentlastung für das verarbeitende Gewerbe. Ob dies eine Trendwende bei der Preisentwicklung ist, muss erst abgewartet werden“, bilanziert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

„Die Preise für Industriemetalle entwickelten sich im zweiten Quartal 2019 differenziert. Während sich Eisenerz und Titan gegenüber den Monaten Januar bis März verteuerten, zeigten die Preise für Aluminium und Blei nach unten“, so
Brossardt. Auch Stahlschrott verbilligte sich spürbar. Brossardt erklärt weiter: „Bei den Edelmetallen verlief die Preisentwicklung nicht gleichgerichtet. So verzeichneten Gold und Platin einen Preisanstieg, die Silber- und Palladiumpreise sanken hingegen merklich. Die Seltenen Erden bewegten sich im Quartalsvergleich weiterhin auf einem relativ konstanten Preisniveau, nur für einzelne Erdengruppen zogen die Preise erkennbar an.“

Entwicklung vbw Rohstoffpreisindex:

Q2/2018 Q3/2018 Q4/2018 Q1/2019 Q2/2019
146,0 133,4 131,3 131,2 125,6

Zur Berechnungsmethode: In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein, die für die bayerische Wirtschaft maßgeblich sind (Preise auf US-Dollar-Basis). Die Preise werden entsprechend des Importanteils des jeweiligen Rohstoffs nach Bayern gewichtet. Das heißt: Je größer der Anteil des entsprechenden Stoffs an den bayerischen Importen, desto stärker fließt er in die Indexberechnung mit ein. Basisjahr (Index = 100) ist das Jahr 2005. Die Rohölpreisentwicklung ist nicht berücksichtigt


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