Letzte Aktualisierung: 02. Juni 2020

Pressemitteilung

Resilienz erhöhen: Handlungsempfehlungen aus der Corona-Pandemie / Gaffal: „Digitalisierung entscheidend für höhere Resilienz“

02.06.2020 - München

Der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft fordert in seinen neuesten Handlungsempfehlungen „Resilienz – Schlussfolgerungen aus der Corona-Pandemie“, dass die Standorte Deutschland und Bayern für die Zukunft noch resilienter und wettbewerbsfähiger gemacht werden müssen. „Die Corona-Krise macht sichtbar, dass wir in den letzten Jahren, vor allem im Bereich der digitalen Transformation, beispielsweise im Gesundheitsbereich, hätten mehr machen müssen. Auf der einen Seite müssen wir deshalb jetzt etablierte Technologien viel mehr in die Breite tragen. Auf der anderen Seite müssen wir uns eine Spitzenposition bei den neueren Technologien, wie der Künstlichen Intelligenz, erarbeiten. Das sind entscheidende Kernelemente, um Strukturen und Prozesse unseres Wirtschaftssystems für die Zukunft widerstandsfähiger zu machen“, sagte Alfred Gaffal, vbw Ehrenpräsident und Vorsitzender des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft.

Ein besonderes Augenmerk legt der Zukunftsrat in seinen Handlungsempfehlungen darauf, den Neustart der Wirtschaft mit der Umsetzung technologischer Zukunftspotenziale zu verknüpfen. „Wir brauchen ein Innovationsprogramm für unsere Wirtschaft. Die Corona-Krise verdeutlicht, dass wir vor allem dort vor großen Herausforderungen stehen, wo wir unsere Möglichkeiten noch nicht ausschöpfen. Besonders wichtig sind Kompetenzen und Innovationen auf den Feldern Digitalisierung, Medizin und Gesundheit, Energie und Klimaschutz, Mobilität sowie industrielle Produktionstechnologien und Ernährung“, so Gaffal und führt aus: „Die Digitalisierung ist der zentrale Treiber für alle technologischen Zukunftsfelder und trägt maßgeblich zur Stärkung der Resilienz bei. Gleichzeitig müssen wir besonders nachhaltige Innovationen fördern. Die Hightech-Agenda der Bayerischen Staatsregierung geht daher in die richtige Richtung und muss zügig umgesetzt werden.“

Im Sinne einer langfristigen Resilienz fordert der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft einen stärkeren Einsatz von Technologien orientiert am Leitgedanken einesService to Society“. Ziel muss eine nachhaltige gesundheitliche und wirtschaftliche Entwicklung sein, die den Schutz und die sichere Versorgung der Bevölkerung sowie die Befriedigung elementarer menschlicher Bedürfnisse gewährleistet und zugleich den Erhalt von Produktivität und Wertschöpfung seitens der Unternehmen sicherstellt. Der Mensch ist dabei der alles entscheidende Faktor für den Erfolg und die Akzeptanz von technologischen Innovationen. Deshalb gilt es, die Gesellschaft möglichst von Beginn an in die Gestaltung der Innovationsprozesse miteinzubeziehen. „In einer Phase, wo sicher Geglaubtes aus der physischen Welt vorübergehend nicht mehr verfügbar war, ist der Nutzen digitaler Technologien greifbarer geworden als je zuvor. Diesen Impuls müssen wir jetzt aufgreifen und nutzen“, so Gaffal abschließend.

Über den Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft

Der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft versteht sich seit seiner Gründung im Jahr 2014 als Impulsgeber für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Technologie- und Innovationsstandorts Bayern. Er analysiert die großen technologischen Trends, die Bayern und Deutschland in den nächsten fünf bis zehn Jahren prägen und zeigt auf, welche Rahmenbedingungen in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und auch Gesellschaft erforderlich sind, um Innovationen zu fördern und in Wertschöpfung am Standort umzusetzen.


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