Letzte Aktualisierung: 30. März 2017

Pressemitteilung

Projektbesuch IdA BayernTurbo bei der Bormann EDV + Zubehör GmbH in Neusäß bei Augsburg / Brossardt: „Deutschsprachkenntnisse sind A und O bei Flüchtlingsintegration“

30.03.2017 - München

Das Projekt IdA BayernTurbo bereitet 1.000 jugendliche Flüchtlinge und Asylbewerber mit hoher Bleibeperspektive und guter Vorbildung innerhalb von einem halben Jahr auf eine betriebliche Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung (EQ) in bayerischen Unternehmen vor. Im Vorfeld eines Firmenbesuchs bei der Bormann EDV + Zubehör GmbH in Neusäß, bei der ein junger Syrer im Rahmen des Projekts eine EQ absolviert, zog Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsührer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., ein positives Zwischenfazit: „Von den 134 Teilnehmern, die in Schwaben in das Projekt gestartet waren, konnten bisher 34 Teilnehmer in eine Ausbildung, eine Beschäftigung oder eine Einstiegsqualifizierung vermittelt werden. Somit haben wir in Schwaben mit einer Integrationsquote von rund 26 Prozent ein gutes Ergebnis erreicht. Wir gehen davon aus, dass weitere Bemühungen diese Quote noch verbessern.“ Der Hauptgeschäftsführer betonte, dass beim IdA BayernTurbo der Fokus auf Sprachförderung, frühzeitiger Kompetenzfeststellung, Berufsorientierung und Praktika liegt. „Unsere bisherigen Erfahrungen bestätigen, dass deutsche Sprachkenntnisse das A und O für die gesellschaftliche und berufliche Integration sind. Darum steht eine allgemeinsprachliche und berufsbezogene Deutschförderung im Mittelpunkt des Projekts“, so Brossardt.

Bayerns Arbeitsstaatssekretär Johannes Hintersberger betonte: „Das Projekt ‚Integration durch Arbeit‘ zeigt einmal mehr, dass gerade das frühzeitige Erlernen der deutschen Sprache für Flüchtlinge der Schlüssel zu einer beruflichen Perspektive und zu langfristiger Integration ist. Mit unseren Erst-
orientierungskursen konnten wir auch in diesem Projekt die Grundlage für den Spracherwerb legen. Die enge Verzahnung von Sprachkursen mit Elementen der beruflichen Orientierung und Qualifizierung schafft die Basis für qualifizierte Tätigkeiten. Damit es nicht bei bloßen Hilfstätigkeiten bleibt, bedarf es auch weiterhin der Zusammenarbeit aller Akteure.“

Reinhold Demel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg, fügte hinzu: „Die Menschen, die im vergangenen Jahr zu uns flohen, haben unterschiedlichste Vorbildungen und berufliche Erfahrungen. Deshalb haben wir in Bayern ein breit aufgestelltes Programm für die Geflüchteten entwickelt. Der BayernTurbo ist ein Beispiel für ein attraktives Angebot für jugendliche Geflüchtete, die bereits eine gewisse Vorbildung mitbringen. Dabei sind Praktika ein zentraler Baustein. Die Jugendlichen lernen durch den Praxisbezug leichter die deutsche Sprache, denn ohne Deutschkenntnisse gelingt kaum die Integration. Darüber hinaus können sie in der praktischen Arbeit an der Werkbank ausprobieren, was ihnen beruflich liegt.So können wir sie bestmöglich bei ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit unterstützen. Eines ist aber auch klar: Selbst wenn uns über den BayernTurbo der Einstieg in die Ausbildung gelingt, wird es weiterer Anstrengungen bedürfen, die jungen Menschen erfolgreich zum Gesellenbrief zu führen. Dafür haben wir weitere Begleitangebote auf den Weg gebracht.“

Hans-Joachim Bormann, Geschäftsführer der Bormann EDV + Zubehör GmbH erklärte: „Einen Asylbewerber zu integrieren ist zu Anfang auf alle Fälle ein erheblich höherer Aufwand, als einen normalen deutschen Jugendlichen auszubilden. Aber die Motivation und der Einsatzwille der ausländischen Bewerber ist den Mehraufwand wert. Barrieren wie Sprache und Kultur sind natürlich Hindernisse, wir gehen aber davon aus, dass diese nach 6 bis 12 Monaten aus dem Weg geräumt sind. Bormann baut auf Nachhaltigkeit und Langfristigkeit, sodass wir den Aufwand nicht scheuen."

IdA BayernTurbo
Das Projekt ist Teil des Maßnahmenprogramms „IdA – Integration durch Ausbildung und Arbeit“, das die vbw gemeinsam mit der Staatsregierung und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit aufgelegt hat. Finanziell engagiert sich die vbw mit 6,7 Millionen Euro.


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