Letzte Aktualisierung: 15. Juni 2018

Pressemitteilung

Projektbesuch „Lehrer in der Wirtschaft“ bei der Siemens AG in Amberg Brossardt: „Für Unternehmen, Schulen, Lehrer und Schüler ein Gewinn“

15.06.2018 - Amberg

Das Projekt „Lehrer in der Wirtschaft“, das die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. im Jahr 2001 gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus ins Leben gerufen hat, ist bundesweit einmalig. Für zwölf Monate tauschen Gymnasiallehrkräfte ihren Arbeitsplatz an der Schule gegen eine Aufgabe im Unternehmen. „Auf diese Weise bringt ‚Lehrer in der Wirtschaft‘ Wissen über Schulen in die Wirtschaft und berufliches Praxiswissen in die Schulen. Wer als Lehrkraft an diesem Projekt teilnimmt, stärkt das Verständnis mehrerer Schülergenerationen für Prozesse in der Wirtschaft und fördert eine innovative Berufsorientierung. Die beteiligten Unternehmen können im Gegenzug die Rahmenbedingungen der schulischen Arbeit besser kennenlernen und dadurch ihren Dialog mit den Schulen intensivieren. Somit ist das Projekt für alle Beteiligten ein Gewinn“, erklärte vbw Hauptge-
schäftsführer Bertram Brossardt während eines Projektbesuchs bei der Siemens AG in Amberg, einem der teilnehmenden Unternehmen.

Dr. Wolfgang Mutter, Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, betonte die Bedeutung von „Lehrer in der Wirtschaft“: „Dank des Programms ‚Lehrer in der Wirtschaft‘ können unsere Lehrerinnen und Lehrer wertvolle Erfahrungen in einem Unternehmen sammeln. Das ist sowohl für deren persönliche Entwicklung als auch für die Schulentwicklung am bayerischen Gymnasium gewinn-
bringend. Die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer erleben unmittelbar, welche Kompetenzen bei den Schülerinnen und Schülern vonseiten der Wirtschaft gefragt sind und können ihnen so authentisch vermitteln, worauf es im späteren Berufsleben ankommt. Die Schule profitiert sehr vom Erfahrungsschatz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Projekt – zum Beispiel im Hinblick auf Fragen des Projektmanagements und der Organisationsentwicklung.“

Andreas Billner, Studienrat und Projektteilnehmer, erläuterte: „Mich hat die Vielfalt an Eindrücken im Amberger Elektronikwerk fasziniert. Gerade im Hinblick auf die anstehenden Veränderungen, wie Schulen sich für die digitale Zukunft rüsten müssen. Aus dem im Werk gelebten ‚Change Management‘ nehme ich eine Reihe von konkreten Impulsen und Methoden mit, die sich auch auf die Schulstrukturen übertragen lassen. Die Vielfalt der digitalen Werkzeuge für Mitarbeiter ermöglicht ein dynamisches und hocheffizientes Arbeiten. Hier lernte ich wirklich optimale Arbeitsbedingungen kennen. Das zu erleben und ein Jahr lang Teil der EWA-Mannschaft zu sein, war inspirierend. Wenn ein wenig von dem hier Erlebten in die Orga-
nisation von Schulen einfließen könnte, wäre das schon spannend.“

Dr. Gunter Beitinger, Werkleiter der Siemens AG in Amberg, ist ebenfalls vom Erfolg des Projektes überzeugt: „Herr Billner ist in einige unserer zentralen Aktivitäten – wie unter anderem die inhaltliche Mitgestaltung eines Kooperationsvorhabens mit der OTH Amberg-Weiden sowie die Erarbeitung neuer Methoden der Zusammenarbeit im Kontext Industrie 4.0 – eingebunden und hat relevante Teilaufgaben übernommen. Dabei konnte er seine Expertise und seine Fähigkeiten als Pädagoge für uns sehr gewinnbringend einbringen. Das Elektronikwerk Amberg ist ja eines unserer modernsten Werke im Siemens-Verbund und die Vorzeigefabrik für die digitale Fertigung. Wenn es um die Arbeitsplätze der Zukunft geht, kann Herr Billner seinen Schülern nach dem Praktikum sicherlich wertvolle Einblicke und Tipps weitergeben. Im gleichen Maße konnten wir von seiner pädagogischen Erfahrung in Bezug auf unsere betriebliche Weiterbildung profitieren.“ Seit dem Projektstart haben 127 Lehrkräfte einen realistischen Einblick in die Arbeit von Unternehmen erhalten. 43 Unternehmen in Bayern boten bisher verschiedene Einsichten in die Arbeitswelt. Um den Transfer der Erfahrungen aus der Wirtschaft zu fördern, setzen die Lehrkräfte im Folgejahr ein Projekt in ihrer Schule um.


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Ulla Wolfshöfer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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