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    Letzte Aktualisierung: 09. September 2016

    Pressemitteilung

    Projektbesuch „IdA BayernTurbo“ bei der Jännert Planen und Fahrzeugbau GmbH in Kirchheim bei München / Brossardt: „Integrationsquote von rund 30 Prozent“

    09.09.2016 - Kirchheim bei München

    Das Projekt „IdA BayernTurbo“ bereitet 1.000 jugendliche Flüchtlinge und Asylbewerber mit hoher Bleibeperspektive und guter Vorbildung innerhalb von einem halben Jahr auf eine betriebliche Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung (EQ) in bayerischen Unternehmen vor. Bei einem Firmenbesuch bei der Jännert Planen und Fahrzeugbau GmbH, die einen jungen Mann aus Sierra Leone ausbildet, zog vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt ein positives Zwischenfazit: „IdA BayernTurbo“ ist im Januar 2016 mit unterschiedlichen Einstiegsterminen gestartet. Im ersten Durchlauf der Qualifizierungsphase des BayernTurbos wurden von 390 Teilnehmern bisher 41 in eine Ausbildung, 14 in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und 50 in eine Einstiegsqualifizierung vermittelt. Acht weitere Teilnehmer nahmen eine schulische Ausbildung mit dem Ziel eines Berufsabschlusses und sechs Teilnehmer ein Studium auf. Dies entspricht einer Integrationsquote von aktuell rund 30 Prozent.“ Der Hauptgeschäftsführer betonte, dass beim „IdA BayernTurbo“ der Fokus auf Sprachförderung, frühzeitiger Kompetenzfeststellung, Berufsorientierung und Praktika liegt. „Unsere bisherigen Erfahrungen bestätigen, dass deutsche Sprachkenntnisse das A und O für die gesellschaftliche und berufliche Integration sind. Darum stehen allgemeinsprachliche und berufsbezogene Deutschkurse im Mittelpunkt des Projekts“, so Brossardt.

    Bayerns Arbeitsstaatssekretär Johannes Hintersberger betonte: „Gerade das frühzeitige Erlernen der deutschen Sprache ist für jugendliche Flüchtlinge der Schlüssel zu einer beruflichen Perspektive und zu langfristiger Integration. Mit unseren Erstorientierungskursen legen wir die Grundlage für den Sprach-erwerb. Die Kombination und enge Verzahnung von Sprachkursen und Elementen der beruflichen Orientierung bzw. Qualifizierung schafft die Basis für qualifizierte Tätigkeiten. So erreichen wir es, junge Asylbewerber in Ausbildung zu bringen. Damit es nicht bei bloßen Hilfstätigkeiten bleibt, bedarf es der Zusammenarbeit aller Beteiligten. Darin liegen die Stärke und der Erfolg des Projekts.“

    Dr. Markus Schmitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, fügte hinzu: „Die Menschen, die im letzten Jahr zu uns flohen, haben unterschiedlichste Vorbildungen und berufliche Erfahrungen. Deshalb haben wir gemeinsam ein breit aufgestelltes Programm für die Geflüchteten entwickelt. Der BayernTurbo ist ein Beispiel für ein attraktives Angebot für jugendliche Geflüchtete, die bereits eine gewisse Vorbildung mitbringen. Dabei sind Praktika ein zentraler Baustein. Die Jugendlichen lernen durch den Praxisbezug leichter die deutsche Sprache und können somit ihre neu erworbenen berufssprachlichen Kenntnisse im Echtbetrieb anwenden. Darüber hinaus können sie in der praktischen Arbeit an der Werkbank ausprobieren, was ihnen beruflich liegt. So können wir sie bestmöglich bei rem Weg in Ausbildung und Arbeit unterstützen. Eines ist aber auch klar:
    Selbst wenn uns über den BayernTurbo der Einstieg in die Ausbildung gelingt, wird es weiterer Anstrengungen bedürfen, die jungen Menschen erfolgreich zum Gesellenbrief zu führen. Dafür haben wir weitere Begleit-Angebote auf den Weg gebracht.“

    „IdA BayernTurbo“

    „IdA BayernTurbo“ ist Teil des Maßnahmenprogramms „IdA – Integration durch Ausbildung und Arbeit“, das die vbw gemeinsam mit der Staatsregierung und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit aufgelegt hat. Finanziell engagiert sich die vbw mit 6,7 Millionen Euro.


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    Eva Schirmbeck

    Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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