Letzte Aktualisierung: 15. Dezember 2017

Pressemitteilung

Private Krankenversicherung ist ein Muss! / Brossardt: „Bürgerversicherung ist ein Irrweg“

15.12.2017 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. spricht sich klar für den Erhalt der privaten Krankenversicherung und gegen die Einführung einer Bürgerversicherung aus. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betont: „Umfragen zeigen, dass eine deutliche Mehrheit der Deutschen mit unserem Gesundheitssystem und dem Dualismus aus gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV) zufrieden ist.“ Laut einer Allensbach-Umfrage vom April 2017 finden 86 Prozent der gesetzlich Versicherten und 91 Prozent der Privatversicherten das Gesundheitssystem gut.

Nach Ansicht der vbw leistet die PKV einen wesentlichen Beitrag zu Innovationen und Fortschritt im Gesundheitswesen. „Viele Behandlungsmethoden werden von der PKV eingeführt, lange bevor sie Eingang in die GKV-Regelversorgung finden. Außerdem erfüllt die PKV einen wichtigen Beitrag bei der Finanzierung der medizinischen Infrastruktur: Circa zehn Prozent Privatversicherte tragen zu 25 Prozent der Umsätze in den Arztpraxen bei. Die Unterschiede in den Honorarsystemen führen dazu, dass Privatversicherte jährlich 12,6 Milliarden Euro Mehrumsätze auslösen. Ein Systemwechsel zu einer Einheitskasse hätte somit nicht nur gravierende Folgen für das Niveau der Gesundheitsversorgung, sondern würde für Arbeitgeber, Arbeitnehmer, das Gesundheitssystem und die gesamte Wirtschaft zusätzliche Belastungen in Milliardenhöhe bedeuten“, so Brossardt.

Würde die PKV abgeschafft, drohen laut vbw Beitragssatzsteigerungen in der GKV: von heute 15,7 Prozent auf fast 16,7 Prozent. Brossardt betont: „Die Einführung einer Bürgerversicherung ist und bleibt ein Irrweg. Im Gegensatz dazu steht der Systemwettbewerb zwischen GKV und PKV im Interesse derer, denen Arbeitsplätze, die medizinische Infrastruktur und der Wettbewerb in Deutschland am Herzen liegen.“ Arbeitgeber hätten im Falle einer paritätischen Bürgerversicherung mit deutlich höheren Ausgaben zu rechnen. Ihre Lohnzusatzkosten würden laut vbw um bis zu 57 Prozent steigen.


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