Letzte Aktualisierung: 25. April 2019

Pressemitteilung

Robuster Arbeitsmarkt trotzt konjunkturellem Abwärtstrend / Brossardt: „Außenwirtschaftliche Risiken werden immer größer“

25.04.2019 - München

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Bayern wird 2019 um rund 131.000 auf 5,73 Millionen Personen ansteigen. Das prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das entspricht einem Zuwachs um 2,3 Prozent. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steigt dabei flächendeckend in allen Regierungsbezirken und erreicht ein neues Rekordniveau. Die Arbeitslosigkeit wird laut Prognose 2019 um 8.800 auf 205.200 Erwerbslose zurückgehen. Der Rückgang beträgt basierend auf dem mittleren Konjunkturszenario dann 4,1 Prozent. Im sogenannten Negativszenario, also bei einer schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung, würde die Arbeitslosigkeit in Bayern jedoch um 4.800 Personen steigen. Das entspricht einem Anstieg um 2,2 Prozent.

Der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. bereitet die wachsende konjunkturelle Abkühlung Sorgen. Allein in den ersten zwei Monaten des Jahres liegt die Industrieproduktion 3,2 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. „Zugleich nehmen die außenwirtschaftlichen Risiken immer weiter zu. Ungeklärter Brexit, angedrohte Zölle aus den USA und chinesische Industriepolitik sind hier die bestimmenden Themen. Noch ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt sehr gut, doch dieser reagiert üblicherweise mit Verzögerung auf die Konjunktur. Dass die Entwicklung am Arbeitsmarkt unter diesen Vorzeichen künftig so weitergeht, ist ungewiss“, kommentiert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Gleichzeitig können viele Stellen, zum Beispiel im MINT-Bereich, aufgrund des Fachkräftemangels nicht besetzt werden. So kommen im ersten Quartal 2019 nur noch 1,8 Arbeitslose auf eine offene Stelle. „Wir müssen aufpassen, dass das nicht zum Wachstumshemmnis unserer Wirtschaft wird. Insbesondere der sogenannte ‚qualifikatorische Missmatch‘ bereitet den Unternehmen immer größere Schwierigkeiten, ihre Stellen passgenau zu besetzen. Da müssen wir ansetzen, um auch in Zukunftwettbewerbsfähig zu bleiben“, betont Brossardt.


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