Letzte Aktualisierung: 01. März 2016

Pressemitteilung

Gesetzliche Pauschallösungen sind der falsche Weg / Brossardt: „Ausbau der Betreuungsinfrastruktur notwendig“

01.03.2016 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. weist die Forderung der Bayern-SPD nach einem Rechtsanspruch auf eine Familienarbeitszeit von 30 Stunden pro Woche zurück. „Ein solcher Vorschlag geht an der Unternehmensrealität und an den Bedürfnissen der Eltern völlig vorbei. Er wäre zudem eine erhebliche finanzielle und bürokratische Belastung“, so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „Bei der Familienfreundlichkeit stehen wir in Bayern bereits gut da. Das liegt auch an den zahlreichen Initiativen unserer Unternehmen. Die Angebote reichen von vielfältigen Arbeitszeitmodellen über betriebliche Kinderbetreuung bis hin zu Beratungsmöglichkeiten“, erklärt Brossardt. „Individuelle, zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer abgestimmte Angebote sind passgenauer als starre und teure gesetzliche Pauschallösungen. Diese belasten vor allem kleine Firmen und erschweren deren Personalplanung. Eine Ausweitung von Freistellungsansprüchen würde den Unternehmen und den dort Beschäftigten noch mehr Bürokratie bescheren.“

Statt einer Familienarbeitszeit fordert Brossardt mehr staatliche Anstrengungen bei der Betreuungsinfrastruktur: „Damit Beruf und Familie noch besser miteinander vereinbart werden können, braucht es einen weiteren Ausbau der staatlichen Betreuungsangebote für Kinder, Jugendliche und pflegebedürftige Angehörige. Dabei müssen auch die Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen lebensnah gestaltet werden. Solche Maßnahmen helfen Familien dauerhaft mehr als eine Reduzierung der Arbeitszeit um einige Wochenstunden.“


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Dr. Theresa Lena Sauter

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