Letzte Aktualisierung: 06. September 2019

Pressemitteilung

vbw begrüßt Einführung der steuerlichen Forschungsförderung ab 2020 / Brossardt: „Fördersumme noch ausbaufähig“

06.09.2019 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt anlässlich der kommenden Expertenanhörung im Deutschen Bundestag die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung ab 2020. „Das war überfällig, hat die Förderung doch nachweisbar positive Effekte auf die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit (F+E) der Privatwirtschaft und verringert damit Nachteile im internationalen Steuerwettbewerb“, kommentiert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Er verweist darauf, dass fast alle Länder, mit denen Deutschland im Wettbewerb steht, auf die steuerliche Forschungsförderung setzen.

Die doppelte Begrenzung der Förderung auf 25 Prozent der F+E Personalkosten sowie 500.000 Euro im Jahr kann die vbw hingegen nicht nachvollziehen. „Als Standort im internationalen Forschungs- und Wissenswettbewerb müssen wir alles dafür tun, um attraktiv zu bleiben. Die aktuell vorgesehene Fördersummenbegrenzung führt bei großen Forschungsprojekten nur zu einem kleinen Fördereffekt – hier muss noch nachgebessert werden. Die Fokussierung allein auf kleine und mittlere Unternehmen greift zu kurz“, betont Brossardt.

Ebenso wichtig ist es laut vbw, Einzelheiten zum Verfahren auf eine möglichst einfache Art zu lösen. Brossardt: „Der Bürokratieaufwand für die Unternehmen muss so klein wie möglich gehalten werden, ansonsten wird die Förderung nicht angenommen werden. Deutschland ist aber auf den mit ihr verbundenen Innovationsimpuls gerade jetzt dringend angewiesen.“

Schließlich fordert die vbw, bei der Auftragsforschung die Förderung an den Auftraggeber zu geben, nicht an den Auftragnehmer. „Wenn wie jetzt vorgesehen ausschließlich der Auftragnehmer gefördert wird, werden viele Projekte von der Förderung ausgeschlossen, da wissenschaftliche Forschungsdienstleister andere notwendige Fördervorgaben nicht erfüllen können. Hier verschenken wir Innovationspotenzial, denn diese Dienstleister sind insbesondere für mittelständische Unternehmen wichtige Partner. Der Auftraggeber ist der richtige Adressat, trägt er doch das volle Risiko aus dem Forschungsprojekt. Ihm steht die Förderung daher zu“, kommentiert Brossardt.


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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