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    Letzte Aktualisierung: 15. Januar 2016

    Pressemitteilung

    Arbeitgeber tragen bereits höheren Anteil an Krankheitskostenfinanzierung / Brossardt: „Änderung würde Arbeitskosten erhöhen und Wettbewerbsfähigkeit senken“

    15.01.2016 - München

    Anlässlich der Bundestagsdebatte zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) weist die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Änderungsappelle entschieden zurück. Mehrere Parteien forderten im Bundestag eine Wiederherstellung der paritätischen Beteiligung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern an den GKV-Beiträgen. „Auch nach der Festschreibung des Arbeitgeberanteils für die GKV übernehmen die Arbeitgeber einen deutlich höheren Kostenanteil an der Krankheitskostenfinanzierung als die Arbeitnehmer. Daran ändern auch die von einigen Kassen zum 01.01.2016 angehobenen Zusatzbeiträge nichts“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

    ´Zu dem Krankenversicherungsbeitragssatz von je 7,3 Prozent, den sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber zahlen müssen, kommen auf Versichertenseite jährlich rund 10 Milliarden Euro durch die Zusatzbeiträge und rund 3 Milliarden Euro an Selbstbeteiligungen hinzu, während auf Arbeitgeberseite allein die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall mit rund 33,5 Milliarden Euro zu Buche schlägt. „Außerdem finanzieren die Arbeitgeber für Mini-Jobber die Krankenversicherungsbeiträge allein, bei Midi-Jobbern tragen sie höhere Beiträge als die Beschäftigten“, so Brossardt.

    „Eine Erhöhung des Arbeitgeberanteils, wie er von einigen Parteien im Bundestag gefordert wurde, würde die Verteilung der Krankheitskostenfinanzierung weiter aus dem Gleichgewicht bringen. In der Folge würden die ohnehin hohen Arbeitskosten in Deutschland weiter steigen, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen würde sinken. Nicht nur die Oppositionsparteien, sondern ausgerechnet auch die SPD verlangte in der Debatte eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung, obwohl die derzeitige Systematik im Koalitionsvertrag festgeschrieben ist“, kritisiert der vbw Hauptgeschäftsführer und fordert grundlegende Reformen: „Das hohe Minus bei den gesetzlichen Kassen ist auch Folge der ausgabeorientierten Politik der vergangenen Jahre und macht den Reformbedarf deutlich.“

    Wie eine zukunftsfeste Finanzierung der Krankenversicherung aussehen kann, hat die vbw mit ihrem Konzept des „Regionalen Gesundheits-Kombi“ gezeigt. Das Modell sieht die Beitragsautonomie der Krankenkassen durch eine kassenspezifische, regionalisierte Gesundheitsprämie zur Erweiterung der unternehmerischen Handlungsspielräume vor. Weitere Elemente sind ein steuerfinanzierter Sozialausgleich unter Berücksichtigung aller Einkünfte und intensiverer Wettbewerb zwischen den Kassen.


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