Letzte Aktualisierung: 07. Juni 2019

Pressemitteilung

vbw lobt Fachkräfteeinwanderungsgesetz als „großen Schritt für Deutschland“ / Brossardt: „Positiv ist, dass Arbeitsvertrag, Qualifikation und Sprache wesentliche Elemente sein werden“

07.06.2019 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt, dass der Bundestag das Fachkräfteeinwanderungsgesetz und das Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung heute verabschieden will.

„Die Gesetze sind ein großer Schritt für Deutschland. Die Neuregelungen sind angesichts des Fachkräftemangels dringend erforderlich. Unsere Studie ‚Arbeitslandschaft 2025‘ zeigt, dass in den nächsten sechs Jahren rund 2,9 Millionen Fachkräfte in Deutschland fehlen werden, davon 350.000 in Bayern. Fachkräftesicherung ist deshalb die zentrale Zukunftsaufgabe. Wir müssen das heimische Arbeitskräftepotenzial besser nutzen. Darauf zielt die gemeinsame ‚Initiative Fachkräftesicherung+‘ von vbw und Bayerischer Staatsregierung ab. Ergänzend brauchen wir die gezielte Anwerbung von qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland. Mit dem Gesetz werden die richtigen Weichen gestellt“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die vbw bewertet positiv, dass Arbeitsvertrag, Qualifikation und Sprache wesentliche Elemente bei der Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland sein sollen. „Dieser Dreiklang zieht sich stringent durch das Gesetz. Wir begrüßen auch, dass für die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland die Beschränkung auf Engpassberufe und die Vorrangprüfung wegfallen sollen. Das Gesetz zeugt von Liberalität. Auch die Beibehaltung der grundsätzlichen Trennung von Erwerbsmigration und Asyl ist richtig“, erklärte Brossardt.

Weitere Verbesserungen sieht die vbw darin, dass Aufenthaltstitel zur Ausbildungsplatzsuche auf junge Menschen erweitert werden sollen, deren Schulabschluss im Heimatland zu einem Studium berechtigen würde. Bislang war eine Studienberechtigung in Deutschland notwendig. „Wir begrüßen zudem, dass die zentrale `Servicestelle Anerkennung´ bei der Bundesagentur für Arbeit als Modellprojekt ins Gesetz geschrieben wird“, so Brossardt.


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