Letzte Aktualisierung: 13. Juni 2019

Pressemitteilung

Pressemitteilung zum „Forum Mobilität – Weißbuch Verkehr der EU“ in Brüssel / vbw fordert von der EU technologieoffene Förderung von Innovationen

13.06.2019 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat in Brüssel im Rahmen der Veranstaltung „Forum Mobilität - Weißbuch Verkehr der EU" eine kritische Zwischenbilanz des vor acht Jahren verabschiedeten Weißbuchs gezogen. Sie fordert die EU auf, verstärkt und koordiniert in den Kapazitätsausbau, in die Interoperabilität des Schienennetzes sowie in die Breitbandmobilfunk-Abdeckung der Verkehrswege auf europäischer Ebene zu investieren. „Unterstützt werden müssen zudem innovative Fahrzeugkonzepte im Straßen-, Schiffs- und Schienengüterverkehr sowie die Digitalisierung und Standardisierung der Logistik“, so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt im Vorfeld der Veranstaltung. Diese führt die vbw in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr durch.

Bayerns Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart sieht in der technologieoffenen Förderung einen großen Vorteil: „Mobilität muss für alle in Europa sichergestellt sein – und zwar bedarfsgerecht, nachhaltig und verkehrssicher. An vielen Stellen bestehen nach wie vor erhebliche Hürden, beispielsweise im internationalen Schienenverkehr. Wenn wir weiterhin mehr Güterverkehr auf die Schiene verlagern wollen, gilt es einheitliche Standards zu schaffen und eine Harmonisierung auf europäischer Ebene weiter voranzutreiben. Was wir brauchen ist ein einheitlicher europäischer Verkehrsraum.“

Die vbw dringt vor allem darauf, Mobilität noch klima- und ressourcenschonender zu gestalten, dabei aber gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken. „Qualität, Verlässlichkeit sowie Bezahlbarkeit von Mobilität müssen als Grundvoraussetzungen für eine wirtschaftlich starke EU bei jeder Einzelmaßnahme der Maßstab sein“, forderte Brossardt.

„Ökologische, ökonomische und soziale Aspekte müssen gemeinsam betrachtet werden. Diesem wichtigen Grundprinzip der Nachhaltigkeit wurde bei der Umsetzung der Maßnahmen aus dem Weißbuch von 2011 nicht durchgängig Rechnung getragen. Dies zeigt sich beispielsweise bei den CO2-Grenzwertvorgaben der EU für Pkw und Lkw, bei deren Festlegung weder die notwendige Infrastruktur noch die ökonomischen und sozialen Konsequenzen mitbedacht wurden. Bevor über neue Vorgaben, Steuern und Verbote nachgedacht wird, muss die EU immer prüfen, was durch eine Verbesserung des europäischen Verkehrssystems erreicht werden kann“, sagte Brossardt. Ein Beispiel ist nach seinen Worten der immer noch nicht realisierte einheitliche europäische Luftraum: „Dadurch lassen sich Umwege und Verspätungen vermeiden, was auch die CO2-Emissionen verringern würde.“

Als weiteres zentrales Thema sieht die vbw die Förderung von Innovationen, insbesondere bei neuen Technologien für Fahrzeugantriebe und Verkehrsmanagementsysteme. „Dabei ist ein strikt technologieoffener und kosteneffizienter Ansatz zu verfolgen. Neben der Elektromobilität spielen auch Erdgas und CO2-neutrale, also synthetische und biogene Kraftstoffe, für den Übergang zur kohlenstoffarmen Mobilität bei allen Verkehrsträgern eine wichtige Rolle“, so Brossardt.


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