Letzte Aktualisierung: 30. November 2016

Pressemitteilung

Brossardt: „Der Herbst ist grau, der Arbeitsmarkt ist golden“ / vbw sieht aber weiter viele Unsicherheiten für die Zukunft

30.11.2016 - München

Anlässlich der heute vorgestellten Arbeitsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit für November zeigt sich die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erfreut über die stabile Lage auf dem bayerischen Arbeitsmarkt: „Der November ist grau, die Lage auf dem Arbeitsmarkt golden. Eine Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent ist Ausdruck der starken Stellung der bayerischen Unternehmen im internationalen Wettbewerb. Bayern ist mit dem Rekordwert von 5,377 Millionen sozialversicherungspflichtigen Jobs weiterhin ein Magnet für Unternehmen und Arbeitnehmer“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

In fast zwei Drittel der Städte und Landkreise gibt es mit einer Arbeitslosenquote von unter drei Prozent praktisch Vollbeschäftigung. Nach Brossardts Worten haben alle Beschäftigungsgruppen beste Chancen auf dem bayerischen Arbeitsmarkt: „Die Tatsache, dass die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren seit August von 4,1 auf 2,6 Prozent gesunken ist, zeigt das hohe Ausbildungsengagement unserer Unternehmen. Und auch bei den Langzeitarbeitslosen gibt es Bewegung. Die Zahl liegt um fast 5.000 niedriger als vor einem Jahr“, sagt Brossardt.

„Es muss jetzt Anspruch von Politik und Wirtschaft sein, die exzellente Performance Bayerns auf dem Arbeitsmarkt trotz zahlreicher negativer Einflüsse dauerhaft zu behaupten“, fordert Brossardt. Zu den größten Herausforderungen zählt die vbw die konjunkturellen Risiken durch die unsichere weltpolitische Lage. „Gefahren bestehen aber auch durch falsche arbeitsmarktpolitische Weichenstellungen. Zum Beispiel darf die Idee aus dem ‚Weißbuch Arbeiten 4.0‘ des Bundesarbeitsministeriums, die Arbeitslosenversicherung zu einer ‚Arbeitsversicherung‘ umzubauen, nicht weiter verfolgt werden. Gleiches gilt für Überlegungen, einen Anspruch auf befristete Teilzeit für alle einzuführen. Die Politik muss alles unterlassen, was Arbeit verteuert und den Unternehmen Flexibilität raubt. Dies ist umso wichtiger, als in den kommenden Monaten auch verstärkt die Aufgabe auf uns zukommt, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, so Brossardt.


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