Letzte Aktualisierung: 31. Januar 2019

Pressemitteilung

Pressemitteilung zu den Arbeitslosenzahlen im Januar / Trotz Anstieg: vbw erfreut über weiterhin sehr gute Werte für den Freistaat

31.01.2019 - München

„Der bayerische Arbeitsmarkt ist mit einer Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent weiterhin robust. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Bayern ist im Januar saisonüblich. Der Wert liegt immer noch 0,2 Prozentpunkte unter dem des Vorjahresmonats. Im Vergleich mit den deutschen Ländern liegt Bayern mit Baden-Württemberg auf Platz 1“, erklärt Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., anlässlich der heute vorgestellten Arbeitslosenzahlen für Januar durch die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.

„Die heutigen Bestnoten für Bayern sind für die Zukunft keine Selbstverständlichkeit. Es gibt erste Anzeichen einer Abkühlung. Auch der Höhepunkt des Jobaufbaus dürfte überschritten sein. Damit der Arbeitsmarkt stabil bleibt, müssen jetzt die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Hier ist vor allem die Bundesregierung gefordert“, erklärt Brossardt.

Für die künftige Entwicklung am Arbeitsmarkt wird es nach Brossardts Worten von entscheidender Bedeutung sein, die Herausforderungen für den Automobilstandort Bayern zu bewältigen: „30 Prozent der Wertschöpfung der bayerischen Industrie hängt allein am Auto. Unsere Leitbranche befindet sich durch die technologische Entwicklung bei den Antriebssystemen und die Digitalisierung ohnehin in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Doch anstatt der Branche den Rücken zu stärken, führen wir eine irrsinnige Diesel-Debatte. Diese muss beendet werden, die Grenzwerte sind fundiert zu überprüfen. Hinzu kommt die Verschärfung der CO2-Grenzwerte für Pkw durch die EU. Hier werden die europäische und insbesondere die deutsche und bayerische Automobilindustrie im internationalen Wettbewerb stark belastet.“

Die vbw warnt Berlin vor Einschränkungen bei den sachgrundlosen Befristungen. „Diese sind ein wichtiges Flexibilisierungsinstrument. Die sachgrundlose Befristung erleichtert oft die Entscheidung des Unternehmers, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Unternehmen sind häufig mit globalen Marktschwankungen konfrontiert und können deshalb kaum abschätzen, ob ein Anstieg der Aufträge nur ein kurzfristiges Hoch oder eine langfristige Phase ist. Hinzu kommt der positive Effekt für Arbeitnehmer, denen ein befristetes Beschäftigungsverhältnis oft den Einstieg in einen unbefristeten Stammarbeitsplatz ermöglicht“, so Brossardt.


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