Letzte Aktualisierung: 28. November 2019

Pressemitteilung

„30 Jahre Mauerfall – Entwicklung der ehemaligen Grenzregion“ / Fundament für mehr Aufschwung und Wohlstand in Ost und West

28.11.2019 - Neustadt bei Coburg

Anlässlich der Veranstaltung „Deutschland hat Zukunft: 30 Jahre Mauerfall – Entwicklung der ehemaligen Grenzregion“ hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. eine Studie zur wirtschaftlichen Entwicklung in den ehemaligen innerdeutschen Grenzregionen vorgestellt. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt zieht ein positives Fazit: „Der Mauerfall ist auch aus ökonomischer Sicht ein Grund zum Feiern. Es ist gelungen, den strukturellen Wandel zu bewältigen, der mit der Grenzöffnung, der EU-Osterweiterung und der Globalisierung einhergegangen ist. Die Trennung zwischen Ost und West wurde überwunden und die Region ist zu einem Wirtschaftsraum zusammengewachsen. Von der Verflechtung profitieren sowohl die ehemalige Grenzregion in Bayern als auch die angrenzenden Gebiete in Thüringen und Sachsen.“

Brossardt betont weiter, dass der Arbeitsmarkt sowie Wohlstand und Produktivität in den drei Jahrzehnten spürbar gewachsen sind: „Bei den meisten wirtschaftlichen Indikatoren steht die bayerische Grenzregion heute besser da als zu Zeiten der deutschen Teilung. Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 1988 hier noch bei 8,1 Prozent, im Jahr 2018 waren es nur noch 3,6 Prozent. Kurz nach der Wende erreichte das bayerische Grenzgebiet 85,7 Prozent der westdeutschen Wirtschaftskraft, im Jahr 2017 waren es 92,7 Prozent. Insofern sind die vergangenen 30 Jahre eine Erfolgsgeschichte für die Grenzregion.“

Der vbw Hauptgeschäftsführer weist darauf hin, dass die positiven Entwicklungen seit dem Mauerfall Ost und West gleichermaßen betreffen: „Von der Wiedervereinigung haben beide Seiten profitiert. Die ostdeutsche Grenzregion steht heute bei Arbeitslosigkeit und Wohlstand besser da als Ostdeutschland insgesamt: Während die Arbeitslosigkeit in der ostdeutschen Grenzregion 2011 noch bei 9 Prozent lag, betrug sie 2018 nur noch 5,2 Prozent und lag damit deutlich unter dem Wert von 7,1 Prozent für die fünf ‚neuen‘ Bundesländer. Das verfügbare Einkommen je Einwohner liegt in der ostdeutschen Grenzregion mit gut 19.440 Euro deutlich höher als in Ostdeutschland insgesamt mit knapp 18.990 Euro. Die ostdeutsche Grenzregion steht gegenwärtig beim Wohlstand sogar besser da als einige Kreise in Westdeutschland.“


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