Letzte Aktualisierung: 13. November 2019

Pressemitteilung

„Vorsprung Bayern: Bildungspolitik auf dem Prüfstand“ / vbw: Bildungspolitik muss der Heterogenität junger Menschen gerecht werden

13.11.2019 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat auf dem Kongress „Vorsprung Bayern: Bildungspolitik auf dem Prüfstand“ mit Staatsminister Prof. Dr. Michael Piazolo und Mitgliedern der im Landtag vertretenen Parteien über Anforderungen an die Bildungspolitik im Freistaat diskutiert. „Bayern ist bei der Bildung gut aufgestellt und nimmt bei Vergleichsstudien kontinuierlich einen Spitzenplatz ein. Die Stärke unseres Bildungssystems wirkt sich positiv auf den gesamten Wirtschaftsstandort aus. Wir dürfen uns auf dem Erreichten aber nicht ausruhen“, betonte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Als zentrale Herausforderung für das bayerische Bildungssystem sieht Brossardt die zunehmende Heterogenität der jungen Menschen in unseren Bildungseinrichtungen: „Die Unterschiede in puncto Leistung, sozialer Herkunft und ethnischer Abstammung haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Übergeordnetes Ziel muss deshalb sein, unser Bildungswesen weiter zu optimieren und jedes einzelne Talent nach seinen individuellen Begabungen zu fördern.“

Eine weitere Herausforderung ist die kontinuierliche Verbesserung der digitalen Bildung. „Heterogenität verlangt Flexibilität. Und diese Flexibilität erreichen wir unter anderem mit digitalen Lehr- und Lernmethoden. Instrumente wie Bring-your-own-Device, flipped classroom oder digitale Lernplattformen helfen dabei, intensiver auf den einzelnen Schüler einzugehen und den Unterricht flexibler zu gestalten“, erklärte der vbw Hauptgeschäftsführer. Zudem drängt die vbw auf eine bessere technische Ausstattung an Schulen und Hochschulen, insbesondere im Hinblick auf leistungsfähige Internetzugänge.

Die digitale Transformation an den bayerischen Bildungseinrichtungen muss aus Sicht der vbw weiter vorangetrieben werden, um auch auf diesem Weg alle Potenziale bei der Fachkräftesicherung zu nutzen. „Denn unsere Studie Arbeitslandschaft 2025 zeigt, dass in sechs Jahren bayernweit eine Fachkräftelücke von 350.000 fehlenden Arbeitskräften klafft. Einen großen Mangel prognostizieren wir im Bereich Informatik/IKT. Es ist daher das Gebot der Stunde, die Medienkompetenzen unserer Nachwuchskräfte noch stärker zu fördern. Ziel muss es sein, dass die jungen Menschen in Bayern digitale Souveränität entwickeln, so dass sie digitale Medien selbstbestimmt und kritisch nutzen können“, sagte Brossardt.


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