Letzte Aktualisierung: 19. Mai 2017

Pressemitteilung

Perspektive Oberfranken: Herausforderung für Staat, Gesellschaft und Wirtschaft – Wie gefährlich sind Populisten?

18.05.2017 - Hof

Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung „Perspektive Oberfranken“, einer Kooperationsveranstaltung von vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Frankenpost / Neue Presse sowie TV Oberfranken, stand das Thema Populismus. Keynote-Speaker Professor Dr. Heinrich Oberreuter, Politik-
wissenschaftler und Direktor des Instituts für Journalistenausbildung in Passau, erläuterte in seinem Vortrag: „Eine seit zwei Jahrzehnten in allen liberalen Demokratien anhaltende Vertrauenskrise löst den Vormarsch des Populismus aus. Anderswo wuchs er in weit höherem Maß als in Deutschland. Neu ist hierzulande die aktuelle Artikulations- und Organisationsbereitschaft. Partiell begleitet sie ein antidemokratischer Exklusivitätsanspruch: ‚Wir sind das Volk!‘ Was sind dann die anderen? Das Volk gibt es nur in seiner Pluralität und seinen Widersprüchen.“

Dr. Hanns-Peter Ohl, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Oberfranken, erklärte mit Blick auf die Wirtschaft: „Deutschland und Bayern stehen für Stabilität und Wohlstand. Dies muss wieder stärker in das Bewusstsein der Menschen gerückt werden. Erst im April gab es einen neuen Beschäftigungsrekord – noch nie zuvor waren so viele Menschen in Arbeit. Doch die drohende Rückkehr des Protektionismus – nicht nur in den USA oder in Großbritannien – belastet die Wirtschaft. Denn gerade eine exportorientierte Volkswirtschaft wie Deutschland oder Bayern ist auf den Freihandel angewiesen.“

Der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär sagte: „Europa wird aktuell viel gescholten – die Zahl der Claqueure ist in allen Mitgliedstaaten zunehmend groß, wenn Brüssel kritisiert wird. Dabei steht fest: Für Deutschland und jeden einzelnen ist zentral, wie wir das Projekt Europa fortschreiben. Der Binnenmarkt schafft und sichert Arbeitsplätze. Die Europäische Union ist das große Friedensprojekt. Das heißt nicht, dass wir stets Hurra zu schreien haben, wenn eine Aufgabe vergemeinschaftet werden soll. Es schadet aber nicht, sich auch der Vorteile eines starken Europas bewusst zu sein.“

Johann Pirthauer, Chefredakteur der Frankenpost, ergänzte: „Die westlichen Demokratien und ihre freiheitlichen Werte sind durch Populisten schwer unter Druck geraten, ja sogar gefährdet. Es ist die Aufgabe von Politik, Wirtschaft und Medien, den Dialog mit den Bürgern zu suchen. Wir müssen verdeutlichen, dass unsere Werte kostbar sind und verteidigt werden müssen.“


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Ulla Wolfshöfer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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