Letzte Aktualisierung: 06. Juni 2018

Pressemitteilung

Parität bei Kassenbeiträgen schadet Unternehmen und Standort / Brossardt: „Höherer Arbeitgeberanteil wirkt wie Lohnerhöhung“

06.06.2018 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. warnt anlässlich der heute vom Bundeskabinett verabschiedeten paritätischen Finanzierung der Beiträge für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) vor zu hohen Belastungen für die Unternehmen. Der vermeintlich gleich hohe Beitrag zur GKV für Arbeitgeber und Arbeitnehmer hat zudem laut vbw negative Auswirkungen auf den Standort.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betont: „Die Arbeitgeber tragen bereits einen deutlich höheren Finanzierungsanteil an den Krankheitskosten als die Arbeitnehmer. Unter dem Strich zahlen die Arbeitgeber mit circa 11,6 Prozent für die Finanzierung der GKV knapp drei Prozentpunkte mehr als die Arbeitnehmer mit im Schnitt 8,85 Prozent.“ Denn zu dem Krankenversicherungsbeitragssatz von je 7,3 Prozent, den sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber zahlen müssen, kommen auf Versichertenseite rund 14,3 Milliarden Euro pro Jahr durch den Zusatzbeitrag und knapp vier Milliarden Euro an Selbstbeteiligungen hinzu. Auf Arbeitgeberseite schlägt jedoch allein die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall mit insgesamt rund 51 Milliarden Euro zu Buche. Hinzu kommen weitere Posten wie zum Beispiel die Unfallversicherung, die allein die Arbeitgeber finanzieren.

„Ein höherer Arbeitgeberanteil wirkt wie eine Lohnerhöhung. In der Folge werden die ohnehin hohen Arbeitskosten in Deutschland weiter steigen, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und unseres Standorts sinkt. Damit werden schließlich Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet. Das ist keine soziale Politik“, kritisiert Brossardt.


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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