Letzte Aktualisierung: 06. Juli 2017

Pressemitteilung

Zum vbw Kongress „Mobilität der Zukunft“: Modernes Mobilitätssystem ist Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg / Prechtl: „Chancen neuer Techniken nutzen“

06.07.2017 - Aschaffenburg

„Ein modernes Verkehrssystem ist eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg und hohe Lebensqualität“, erklärte Dr. Christof Prechtl, stv. Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., beim Kongress „Mobilität der Zukunft“ in Aschaffenburg. Experten aus Wirtschaft und Politik diskutierten dabei über die Herausforderungen für unser Mobilitätssystem. Angesichts neuer Nutzungskonzepte wie Carsharing, gestiegener Umweltauflagen und digitaler Vernetzung sieht Prechtl alle Marktteilnehmer vor großen Aufgaben.

Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback, der bei der Veranstaltung eine Rede hält und an der Podiumsdiskussion teilnehmen wird, betont: "Automatisiertes und vernetztes Fahren sowie Elektromobilität sind zentrale Innovationsbereiche unserer Wirtschaft. Die Weichen, die wir jetzt stellen, werden den Standort Deutschland noch über Jahrzehnte prägen! Politik und Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft müssen hier an einem Strang ziehen und für ein fortschrittsfreundliches Klima sorgen - ohne natürlich Abstriche in puncto Sicherheit zu machen!"

„In einer solchen Phase ‚automobiler Disruption‘ ist eine Verbotspolitik oder eine ideologisch motivierte ‚Verkehrswende‘ nicht zielführend. Stattdessen müssen wir die Chancen nutzen und die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit neue Techniken bei uns bis zur Marktreife entwickelt und in Wertschöpfung umgesetzt werden können“, so Prechtl.

Mit Blick auf die Infrastruktur betonte Prechtl: „Bestehende Verkehrswege müssen instandgehalten und sinnvoll ausgebaut werden. Das gilt für die Straße genauso wie für die Schiene, den Luftverkehr und Wasserwege. Gleichzeitig müssen wir stärker auf digitale Leit- und Informationssysteme setzen sowie die Infrastruktur grenzüberschreitend auf autonomes Fahren ausrichten. Dazu gehört ein flächen-
deckendes 5G-Mobilfunknetz. Die Elektromobilität inklusive der entsprechenden Ladeinfrastruktur muss ausgebaut werden.“ Der vbw zufolge müssen bis 2030 insgesamt rund 300 Milliarden Euro in die Bundesverkehrsinfrastruktur investiert werden. „In Unterfranken sind speziell der Ausbau der A 3 bis zum Kreuz Fürth / Erlangen, der Ausbau der B 26n, die das Autobahndreieck Schweinfurt / Werneck mit der A 3 westlich von Würzburg verbinden soll, sowie die vierspurige Verlängerung der B 469 zwischen A 3 und A 45 Richtung Hanau dringend notwendig. Die ICE-Knoten Aschaffenburg und Würzburg stellen eine gute Bahnanbindung sicher. Dies muss weiterentwickelt werden“, erklärte Prechtl.

Verkehrsbeschränkungen sieht die vbw generell als den falschen Weg. „Ein Diesel-Einfahrverbot in Städte würde der Wirtschaft und privaten Dieselfahrern massiv schaden. Es gibt zahlreiche bessere und schneller wirkende Maßnahmen wie eine ‚Grüne Welle‘, mehr E-Mobilität, intelligente Verkehrssteuerung oder City-Logistik-Konzepte zur Effizienzverbesserung des Lieferverkehrs“, stellte Prechtl klar.


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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