Letzte Aktualisierung: 23. März 2017

Pressemitteilung

Modernes Mobilitätssystem ist Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg / Brossardt: „Chancen neuer Techniken nutzen“

23.03.2017 - Nürnberg

„Ein modernes Verkehrssystem ist eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg
und hohe Lebensqualität“, erklärte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der
vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., beim Auftakt der vbw Veranstaltungsreihe
„Mobilität der Zukunft“ in Nürnberg. Experten aus Wirtschaft und Politik diskutierten dabei über die neuen Herausforderungen für unser Mobilitätssystem. Angesichts neuer Nutzungskonzepte wie Carsharing, gestiegener Umweltauflagen und digitaler Vernetzung sieht Brossardt alle Marktteilnehmer vor großen Aufgaben. „In einer solchen Phase ‚automobiler Disruption‘ ist eine Verbotspolitik oder eine ideologisch motivierte ‚Verkehrswende‘ nicht zielführend. Stattdessen müssen wir die Chancen nutzen und die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit neue Techniken bei uns bis zur Marktreife entwickelt und in Wertschöpfung umgesetzt werden können“, so Brossardt.

Mit Blick auf die Infrastruktur betonte Brossardt: „Bestehende Verkehrswege müssen instandgehalten und sinnvoll ausgebaut werden. Das gilt für die Straße genauso wie für die Schiene, den Luftverkehr und Wasserwege. Gleichzeitig müssen wir stärker auf digitale Leit- und Informationssysteme setzen sowie die Infrastruktur grenzüberschreitend auf autonomes Fahren ausrichten. Dazu gehört ein flächendeckendes 5G-Mobilfunknetz. Die Elektromobilität inklusive der entsprechenden Ladeinfrastruktur muss ausgebaut werden.“ Der vbw zufolge müssen bis 2030 insgesamt rund 300 Milliarden Euro in die Bundesverkehrsinfrastruktur investiert werden. „In Mittelfranken sind speziell der Ausbau der A3 zwischen Würzburg und Kreuz Fürth/Erlangen, der Ausbau der A6 sowie die rasche Realisierung der ICE-
Hochgeschwindigkeitsverbindung
Nürnberg-Berlin dringend notwendig“, so Brossardt.

Verkehrsbeschränkungen sieht die vbw generell als den falschen Weg. „Ein Diesel-Einfahrverbot in Städte würde der Wirtschaft und privaten Dieselfahrern massiv schaden. Es gibt zahlreiche bessere und schneller wirkende Maßnahmen wie eine ‚Grüne Welle‘, mehr E-Mobilität, intelligente Verkehrssteuerung oder City-Logistik-Konzepte zur Effizienzverbesserung des Lieferverkehrs“, stellte Brossardt klar.

Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann ergänzte: „Um den Transport so umweltschonend und kosteneffizient wie möglich abzuwickeln, sehe ich die Zukunft vor allem im Mobilitätsmix. Deshalb müssen wir die Verkehrsangebote besser miteinander vernetzen und auslasten. Dafür müssen wir jetzt die richtigen Weichen stellen, damit die Menschen auch in Zukunft mobil bleiben können.“


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