Letzte Aktualisierung: 02. Juni 2016

Pressemitteilung

Moderates Gewerbesteuer-Niveau in der Oberpfalz ist Standortvorteil / Fischer: „Zielgerichtete Hebesatzpolitik steigert Attraktivität von Kommunen“

02.06.2016 - Regensburg/Neutraubling

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat die Entwicklung bei der Gewerbesteuer in Bayern und Deutschland in den vergangenen Jahren analysiert. Das Ergebnis: Bundesweit gibt es einen schleichenden Trend zu immer höheren Hebesätzen – die Steuerbelastung vieler Unternehmen steigt. Die bayerische und oberpfälzische Hebesatzlandschaft dagegen ist mit Ausnahme der großen Städte günstig. Stephan K. Fischer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Oberpfalz und Geschäftsführer der Fischer Licht & Metall GmbH & Co. KG: „Eine Hochsteuerpolitik in der Gewerbesteuer ist unvernünftig und wirft uns im internationalen Steuerwettbewerb zurück. Dagegen können Kommunen mit zielgerichteter Hebesatzpolitik und Investitionen in Standortqualitäten ihre Attraktivität für Unternehmen deutlich steigern. Bayern und die Oberpfalz sind hierfür das beste Beispiel. Durch das moderate Besteuerungsniveau ist das Gewerbesteueraufkommen im Freistaat und in unserem Regierungsbezirk überdurchschnittlich gewachsen. Am erfolgreichsten sind die Kommunen, die ihren Hebesatz gesenkt oder zumindest nicht geändert haben. Dort haben sich die Einnahmen am besten entwickelt.“

Laut vbw ist das Gewerbesteueraufkommen in Bayern zwischen 2003 und 2015 mit 126 Prozent Zuwachs deutlich stärker gewachsen als im Durchschnitt der Flächenländer. In der Oberpfalz beträgt der Zuwachs 160 Prozent. Kritisch sieht die vbw, dass auch einige bayerische und oberpfälzische Kommunen jüngst die Hebesätze erhöht haben. „Wir müssen die vergleichsweise günstige Hebesatzsituation in Bayern und der Oberpfalz als Standortvorteil unbedingt bewahren. Denn der Vergleichsmaßstab unserer Unternehmen ist nicht der deutsche Schnitt oder ein anderes Land in Deutschland: Er ist international. Und hier werden wir nur mit günstigen Hebesätzen als attraktiv wahrgenommen“, so Fischer.

Franz Ehl, Geschäftsführer der Otto Lehmann GmbH, betont: „Die Gewerbesteuer ist naturgemäß ein wichtiger Standortfaktor. Neutraubling bietet neben einem unterdurchschnittlichen Gewerbesteuersatz auch eine gute Verkehrsanbindung. Die gewerblichen Neuansiedlungen, gerade auch der letzten Jahre, sind Ausdruck der Handlungsweise der Stadtverwaltung Neutraubling und ihres Bürgermeisters. Dementsprechend kann auch die Zusammenarbeit zwischen unserem Unternehmen und der Stadt Neutraubling als vorbildlich bezeichnet werden.“

Der Bürgermeister der Stadt Neutraubling, Heinz Kiechle, erklärt: „Die Wirtschaft ist die Lebensgrundlage Neutraublings. Über 1.000 Gewerbebetriebe stellen 13.000 Arbeitsplätze zur Verfügung – fast so viele, wie die Stadt an Einwohnern zählt. Damit sichert sie die Lebensgrundlage vieler Menschen. Ein zweiter wichtiger Aspekt ist die Gewerbesteuer. Sie ermöglicht es der Kommune den Rahmen für ein florierendes Wirtschaftsleben zu schaffen. Dazu gehören vor allem eine funktionierende Infrastruktur und Betreuungs- und Erholungseinrichtungen, die den Arbeitnehmern und ihren Familien zugutekommen.“


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