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    Letzte Aktualisierung: 17. Juni 2016

    Pressemitteilung

    Moderates Gewerbesteuer-Niveau in der Fläche Mittelfrankens ist Standortvorteil / Fritzsch: „Zielgerichtete Hebesatzpolitik steigert Attraktivität von Kommunen“

    17.06.2016 - Nürnberg

    Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat die Entwicklung bei der Gewerbesteuer in Bayern und Deutschland in den vergangenen Jahren analysiert. Das Ergebnis: Bundesweit gibt es einen schleichenden Trend zu immer höheren Hebesätzen – die Steuerbelastung vieler Unternehmen steigt. Die bayerische und mittelfränkische Hebesatzlandschaft dagegen ist mit Ausnahme der großen Städte günstig. Michael Fritzsch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Mittelfranken: „Eine Hochsteuerpolitik in der Gewerbesteuer ist unvernünftig und wirft uns im internationalen Steuerwettbewerb zurück. Dagegen können Kommunen mit zielgerichteter Hebesatzpolitik und Investitionen in Standortqualitäten ihre Attraktivität für Unternehmen deutlich steigern. Bayern und die Fläche Mittelfrankens sind hierfür das beste Beispiel. Durch das moderate Besteuerungsniveau ist das Gewerbesteueraufkommen im Freistaat überdurchschnittlich gewachsen. Bayernweit am erfolgreichsten sind die Kommunen, die ihren Hebesatz gesenkt oder zumindest nicht geändert haben. Dort haben sich die Einnahmen am besten entwickelt.“

    Laut vbw ist das Gewerbesteueraufkommen in Bayern zwischen 2003 und 2015 mit 126 Prozent Zuwachs deutlich stärker gewachsen als im Durchschnitt der Flächenländer. In Mittelfranken beträgt der Zuwachs 76 Prozent. Kritisch sieht die vbw, dass auch einige bayerische und mittelfränkische Kommunen dieses Jahr die Hebesätze erhöht haben. „Wir müssen die vergleichsweise günstige Hebesatzsituation in Bayern und in der Fläche Mittelfrankens als Standortvorteil unbedingt bewahren. Denn der Vergleichsmaßstab unserer Unternehmen ist nicht der deutsche Schnitt oder ein anderes Land in Deutschland: Er ist international. Und hier werden wir nur mit günstigen Hebesätzen als attraktiv wahrgenommen“, so Fritzsch.

    Frank A. Bergner, Geschäftsführender Gesellschafter der RICHARD BERGNER Holding GmbH & Co. KG, erklärt: „Die Gewerbesteuer ist ein wichtiger, aber nicht der einzige kommunale Standortfaktor. Unser Unternehmen profitiert von einer guten Zusammenarbeit mit der Stadt Schwabach. Wichtig ist, dass die Gewerbesteuereinnahmen zielgerichtet verwendet werden, um den Standort attraktiv zu machen und zu halten.“

    Sascha Spahic, Stadtkämmerer und Wirtschaftsreferent der Stadt Schwabach, erklärt: „Das Gewerbesteueraufkommen ist in Schwabach – bei unverändertem Hebesatz von 390 Prozent – seit 2000 um 156 Prozent gestiegen, seit 2010 um 79 Prozent. Gründe für diese positive Entwicklung sind unter anderem die hohe Attraktivität des Standorts Schwabach sowie ein ausgesprochen wirtschaftsfreundliches Klima in der Stadt. Wirtschaftsfreundlichkeit bedeutet in Schwabach insbesondere auch Beständigkeit, Verlässlichkeit, kurze Wege sowie schnelle Entscheidungen bei Unternehmensansiedlungen. Durch ihre Investitionen in eine aktive Gewerbeflächenentwicklung ist die Stadt in der Lage, attraktiven Unternehmen hochwertige Flächen im Gewerbepark Schwabach West anzubieten.“


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