Letzte Aktualisierung: 09. Juni 2016

Pressemitteilung

Moderates Gewerbesteuer-Niveau in Unterfranken ist Standortvorteil / Fieber: „Zielgerichtete Hebesatzpolitik steigert Attraktivität von Kommunen“

09.06.2016 - Würzburg

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat die Entwicklung bei der Gewerbesteuer in Bayern und Deutschland in den vergangenen Jahren analysiert. Das Ergebnis: Bundesweit gibt es einen schleichenden Trend zu immer höheren Hebesätzen – die Steuerbelastung vieler Unternehmen steigt. Die bayerische und unterfränkische Hebesatzlandschaft dagegen ist mit Ausnahme der großen Städte günstig. Wolfgang Fieber, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Unterfranken, erklärte: „Eine Hochsteuerpolitik in der Gewerbesteuer ist unvernünftig und wirft uns im internationalen Steuerwettbewerb zurück. Dagegen können Kommunen mit zielgerichteter Hebesatzpolitik und Investitionen in Standortqualitäten ihre Attraktivität für Unternehmen deutlich steigern. Bayern und Unterfranken sind hierfür das beste Beispiel. Durch das moderate Besteuerungsniveau ist das Gewerbesteueraufkommen im Freistaat und in unserem Regierungsbezirk überdurchschnittlich gewachsen. Am erfolgreichsten sind die Kommunen, die ihren Hebesatz gesenkt oder zumindest nicht geändert haben. Dort haben sich die Einnahmen am besten entwickelt.“

Laut vbw ist das Gewerbesteueraufkommen in Bayern zwischen 2003 und 2015 mit 126 Prozent Zuwachs deutlich stärker gewachsen als im Durchschnitt der Flächenländer. In Unterfranken beträgt der Zuwachs 94 Prozent. Kritisch sieht die vbw, dass auch einige bayerische Kommunen dieses Jahr die Hebesätze erhöht haben. „Wir müssen die vergleichsweise günstige Hebesatzsituation in Bayern und Unterfranken als Standortvorteil unbedingt bewahren. Denn der Vergleichsmaßstab unserer Unternehmen ist nicht der deutsche Schnitt oder ein anderes Land in Deutschland: Er ist international. Und hier werden wir nur mit günstigen Hebesätzen als attraktiv wahrgenommen“, so Fieber.

Dr. Stefan Möhringer, Geschäftsführer der Simon Möhringer Anlagenbau GmbH in Wiesentheid, fügte hinzu: „Die Standortbedingungen sind ein entscheidendes Kriterium zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.“

„Eine gute ausgewogene Infrastruktur der Gemeinde und ein unbürokratisches Rathaus sind wichtig für Gewerbeansiedlungen und die Erweiterung bestehender Betriebe“, ergänzte Dr. Werner Knaier, 1. Bürgermeister von Wiesentheid.


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