Letzte Aktualisierung: 09. Mai 2018

Pressemitteilung

Mittelfränkischer Arbeitsmarkt: 35 Prozent weniger Arbeitslose seit 2007 / Brossardt: „Fachkräftesicherung bleibt größte Herausforderung“

09.05.2018 - Nürnberg

Der Arbeitsmarkt in Mittelfranken hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Die Arbeitslosenquote verringerte sich zwischen 2007 und 2017 von 6,5 Prozent auf 3,9 Prozent. Insgesamt waren 2017 über 20.000 Personen weniger arbeitslos gemeldet als zehn Jahre zuvor, das entspricht einem Rückgang um 35 Prozent. Dies hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf ihrem Kongress „Vorsprung Bayern – Perspektiven des mittelfränkischen Arbeitsmarkts“ in Nürnberg deutlich gemacht. Auf der Veranstaltung, die im Rahmen einer Reihe in allen bayerischen Regierungsbezirken stattfindet, diskutierte die vbw mit dem Vertreter des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regional-
direktion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, Klaus Beier, und Politikern von CSU, SPD, Bündnis90/Die Grünen, FDP und Freien Wählern über den aktuellen Stand und die Perspektiven des Arbeitsmarkts.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt hob im Vorfeld der Veranstaltung hervor, dass die Arbeits-
losenzahlen in Mittelfranken bei Jugendlichen in den letzten zehn Jahren um 46 Prozent, bei Frauen um 42 Prozent und bei Langzeitarbeitslosen sogar um 52 Prozent zurückgegangen sind. „Diese Gruppen haben damit von der positiven Entwicklung besonders profitiert. Sehr niedrig ist die Arbeitslosigkeit insgesamt in den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim mit Quoten von 2,0 Pro-
zent beziehungsweise 2,2 Prozent. Es gibt 19,5 Prozent mehr sozialversicherungspflichtige Jobs in der Region und auch die Arbeitskräftenachfrage hat im Jahr 2017 mit einem Bestand von 17.394 gemeldeten Stellen einen vorläufigen Höchstwert erreicht. All das unterstreicht die dynamische Entwicklung“, so Brossardt.

Trotz der guten Ausgangslage sieht die vbw für die Zukunft große Herausforderungen. Dazu zählen die Digitalisierung und wachsende Fachkräfteengpässe. Mittelfranken weist eine günstige Bevölkerungs-
prognose auf. Zwischen 2015 und 2035 wird ein Bevölkerungszuwachs um rund 65.000 Personen auf insgesamt 1,8 Millionen Personen erwartet. Dies entspricht einem Anstieg von 3,7 Prozent und liegt damit unter dem für Bayern prognostizierten Wert von 5,4 Prozent. „Wir haben mit unserem Aktionsprogramm Fachkräftesicherung ein integriertes Konzept vorgelegt, bei dem fünf Handlungsfelder ineinandergreifen: Die Fortsetzung der breiten Bildungsoffensive, eine höhere Erwerbsbeteiligung, eine Ausweitung der durchschnittlichen Lebensarbeitszeit, die Verbesserung der Beschäftigungschancen sowie die gezielte Gestaltung der Zuwanderung“, sagte Brossardt.


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