Letzte Aktualisierung: 07. Januar 2016

Pressemitteilung

Mit individuellen Strategien Potenziale der Digitalisierung nutzen / Brossardt: „Start-ups fördern und an Standort binden“

07.01.2016 - München

Entwickelte Volkswirtschaften wie Deutschland und Bayern erhalten in Zukunft weder von Kapitalaufbau noch von zusätzlicher Beschäftigung starke Wachstumsimpulse. Die entscheidenden Wachstumstreiber sind der technische Fortschritt und hier vor allem die Digitalisierung. Sie ist nicht nur für die Gesamtwirtschaft, sondern für jedes einzelne Unternehmen der Schlüssel für künftigen Erfolg. In einem Positionspapier zeigt die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., was notwendig ist, damit Unternehmen und Gesellschaft die Potenziale der Digitalisierung nutzen können.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Gefordert sind zunächst die Unternehmen selbst. Sie müssen sich eine individuelle Digitalisierungsstrategie geben und neue Geschäftsmodelle überlegen. Sie brauchen aber auch die entsprechenden Rahmenbedingungen. Dazu zählt insbesondere eine hochleistungsfähige digitale Infrastruktur. Es ist essenziell, dass bis zum Jahr 2020 flächendeckend Kommunikationsverbindungen mit 100 Megabit pro Sekunde oder mehr zur Verfügung stehen. Neben der Breitbandinfrastruktur muss auch das Mobilfunknetz den Anforderungen der Wirtschaft entsprechen.“ Weitere Herausforderungen sieht die vbw darin, die Sicherheit der Netze zu gewährleisten sowie die rechtlichen – insbesondere die arbeitsrechtlichen – Rahmenbedingungen an die digitale Arbeitswelt anzupassen. „Vor allem ist es an der Zeit, dass der Gesetzgeber die Vorschriften zu Arbeitszeit und Arbeitsschutz anpasst“, so Brossardt.

Von entscheidender Bedeutung ist es nach Überzeug der vbw, möglichst viele erfolgreiche IT-Unternehmen am Standort anzusiedeln und zu halten. „Hierfür müssen einerseits Start-ups gefördert und an den Standort Bayern gebunden werden. Vor allem sie sind in der Lage, kurze Innovationszyklen und disruptive Veränderungen aufzugreifen. IT-Gründern sollte ein ‚Digitalisierungslotse‘ als einheitlicher Ansprechpartner für ‚Bayern Kapital‘ und LfA zur Verfügung stehen. Um einen erfolgversprechenden Strukturmix sicherzustellen, sollten aber auch etablierte IT-Unternehmen durch eine gezielte Ansiedlungspolitik für den Standort Bayern gewonnen werden. Zudem können Start-ups und etablierte Unternehmen von gegenseitigen Kooperationen profitieren“, so Brossardt.


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