Letzte Aktualisierung: 26. Juli 2016

Pressemitteilung

Mehr als 2.500 Unternehmen auf CSR-Plattform „Wirtschaft weiß-blau“ / Brossardt: „Gesellschaftliches Engagement muss freiwillig bleiben“

26.07.2016 - Augsburg

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat bei einer Veranstaltung mit Thomas Silberhorn, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, und Vertretern der schwäbischen Wirtschaft auf das vielfältige Engagement heimischer Unternehmen im Bereich Corporate Social Responsi­bility (CSR) hingewiesen und zugleich vor zunehmender Regulierung in die­sem Bereich gewarnt. „Dass viele Unternehmen über ihr Kerngeschäft hinaus freiwillig gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, hat in Bayern und Schwaben Tradition“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „Dieses Engagement zeigen wir seit 2011 auf unserer Internetplattform www.wirtschaft-weiss-blau.de. Mittlerweile präsentieren mehr als 2.500 bayerische Unternehmen unterschiedlichster Größe ihre vielfältigen CSR-Aktivitäten auf dem Portal, darunter mehr als 340 aus Schwaben.“

Die neue EU-Berichtspflicht zu Corporate Social Responsibility lehnt die vbw wegen des hohen Maßes an Bürokratie und des mangelnden Praxisbezugs ab. Brossardt: „Durch die CSR-Richtlinie der EU müssen viele Unternehmen in ihren Bilanzen künftig auch über ihre das Kerngeschäft übersteigenden Aktivi­täten berichten. Die Bundesregierung darf bei der Umsetzung der EU-Richtlinie in deutsches Recht keine Ergänzungen oder detaillierte Vorgaben machen, sondern nur das Nötigste regeln. Andernfalls wird das gesellschaftliche En­gagement der Unternehmen behindert statt gefördert.“ An die Politik appellierte der vbw Hauptgeschäftsführer, sich darauf zu besinnen, Unternehmen im Be­reich CSR zu unterstützen und CSR nicht durch immer weitreichendere Vor­gaben zur Erfüllung eines Pflichtenhefts zu degradieren.

Vera Schneevoigt, Senior Vice President des internationalen Produktgeschäfts von Fujitsu und Leiterin des Werks in Augsburg, erläuterte auf der vbw Veran­staltung: „Die soziale Verantwortung von Unternehmen rückt zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit und der Verbraucher. So stellen wir beispiels­weise fest, dass die faire und umweltverträgliche IT-Produktion in unserem Werk in Augsburg zunehmend Kunden bei ihrer Kaufentscheidung beeinflusst. CSR ist somit auch ein zusätzlicher Mehrwert, mit dem sich Unternehmen im Markt positionieren und von manchen Wettbewerbern differenzieren können.“

Um weiterhin eine hohe Nutzerfreundlichkeit von „Wirtschaft weiß-blau“ zu garantieren, wurde die Internetplattform in den letzten Wochen in Aufbau und Design überarbeitet. „Die Website informiert schnell und unkompliziert über die CSR-Aktivitäten der bayerischen Wirtschaft. So schaffen wir Transparenz und stärken das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Unternehmen“, betonte Brossardt.


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