Letzte Aktualisierung: 12. Oktober 2016

Pressemitteilung

Lohngleichheit ist gelebte Realität in den Betrieben / Brossardt: „Berufswahl von Frauen verbreitern und Betreuungsangebote ausbauen!“

11.10.2016 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat zum „Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit“, den unter anderem der DGB Bayern für den 14. Oktober ausgerufen hat, darauf hingewiesen, dass Lohngleichheit in den Betrieben gelebte Realität ist.

„Entgeltdiskriminierung ist nach europäischem und nationalem Recht verboten, unter anderem in Deutschland über das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Außerdem gewährleisten Tarifverträge eine diskriminierungsfreie Entlohnung. Ein Entgeltgleichheitsgesetz ist insoweit nicht notwendig. Es ist in der Form, wie es die Koalition beschlossen hat, aber ein noch tragbarer Kompromiss“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die vbw betont, dass bestehende Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen nicht betrieblich begründet sind. „Vielmehr sind die verschiedenen Berufswünsche, Lebenssituationen und Erwerbsbiografien von Frauen und Männern oft unterschiedlich. Frauen reduzieren beispielsweise ihre Erwerbstätigkeit aus familiären Gründen häufiger und länger als Männer. Sie arbeiten auch häufiger in Teilzeit. Legt man dies zugrunde, liegt die bereinigte Lohnzahlungslücke je nach Berechnungsmethode nur zwischen zwei und knapp sieben Prozent. Alle anderen Berechnungsmethoden, die ein weitaus höheres ‚Gender Pay Gap‘ ausweisen, sind unseriös, denn sie vergleichen Äpfel mit Birnen“, sagte Brossardt.

Im Übrigen muss man an den eigentlichen Gründen für noch bestehende Entgeltunterschiede ansetzen: „Die Berufs- und Branchenwahl von Frauen muss verbreitert, Betreuungsangebote müssen ausgebaut sowie familienfreundliche Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt geschaffen werden“, sagte Brossardt.

Insgesamt sieht die vbw Deutschland bei der Erwerbsbeteiligung von Frauen auf gutem Weg. Brossardt: „Nach Berechnungen des IW Köln ist die Erwerbstätigenquote von Frauen zwischen 2001 und 2015 von rund 64 Prozent auf gut 73 Prozent gestiegen. Im europäischen Vergleich ist die Erwerbsquote von Frauen in Deutschland überdurchschnittlich.“


Drucken
Kontakt
Ansprechpartner

Andreas Ebersperger

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Andreas Ebersperger
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben