Letzte Aktualisierung: 29. Juni 2020

Pressemitteilung

Metall- und Elektroindustrie erleidet massiven Exporteinbruch

23.06.2020 - München

Die Exporte der bayerischen Metall- und Elektroindustrie (M+E) sind im April massiv gesunken. Sie lagen um 52,4 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Insbesondere sind die Pkw-Ausfuhren mit einem Rückgang von 95,5 Prozent nahezu komplett zum Erliegen gekommen. Doch auch die Ausfuhren von Bussen (Minus 98,1 Prozent) und Lkws (Minus 79,3 Prozent) sind fast vollständig eingebrochen. „Im April als erstem vollen ‘Corona‘-Monat sehen wir die Dimensionen der Auswirkungen der Epidemie auf die Exportzahlen der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Der Einbruch liegt auch an der mangelnden Nachfrage aus wichtigen Export-Ländern wie Frankreich (-70,3 Prozent), Spanien (-70,2 Prozent) und Italien (-63,6 Prozent). Die Exporte nach Österreich sanken um 53,7 Prozent“, sagte bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt und ergänzte: „In den aktuellen Außenhandelszahlen spiegeln sich zudem die Probleme bei den Lieferketten wider. Der Import von Kfz-Teilen lag im April um ganze 78,2 Prozent niedriger als vor einem Jahr.“

Die Ausfuhren von M+E Erzeugnissen in die EU gingen im April gegenüber dem Vorjahr um 59,3 Prozent zurück, die Exporte in die Länder der Eurozone um 62,1 Prozent. „Die Zahlen zeigen darüber hinaus die Auswirkungen der internationalen Handelsstreitigkeiten auf die bayerische M+E- Industrie. So sind die Exporte in das Vereinigte Königreich um 76,8 Prozent eingebrochen. In die USA als unseren größten Exportmarkt haben wir 57 Prozent weniger an Waren und Erzeugnissen ausgeführt. Und auch der chinesische Markt ist mit einem Rückgang von Minus 24,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich eingebrochen“, so Brossardt.

„Die Prognosen für Mai lassen ähnlich schlechte Werte befürchten. Deshalb gilt es, unsere Unternehmen langfristig und nachhaltig für die Zeit nach Corona fit zu machen. Das gelingt am Besten durch einen entschiedenen Bürokratieabbau, Steuerentlastungen für Unternehmen, einer Komplett-Abschaffung des Soli und niedrigeren Energiepreisen“, sagte Brossardt.


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