Letzte Aktualisierung: 15. November 2017

Pressemitteilung

Kooperationsveranstaltung von vbw und BR „Jobs im Wandel – wie sieht der Arbeitsmarkt der Zukunft aus?“ / vbw: Digitalisierung ist große Chance für den Standort Bayern

15.11.2017 - Nürnberg

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. sieht in der Digitalisierung eine große Chance für den Wirtschaftsstandort Bayern. „Schon jetzt leistet sie einen Wachstumsbeitrag von 0,5 Prozentpunkten pro Jahr, in einzelnen Branchen sogar von einem Prozentpunkt“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt in einer Diskussionsrunde mit Dr. Ulrich Walwei, Vizedirektor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Jörg von Pappenheim, Mitglied des Vorstands der DATEV eG und Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung der vbw mit dem Bayerischen Rundfunk in Nürnberg.

Brossardt wies darauf hin, dass digitalisierte Unternehmen erfolgreicher sind. „Eine vbw Studie hat ergeben, dass der Mitarbeiterzuwachs mit zunehmendem Digitalisierungsgrad im Vergleich zum Durchschnitt um 40 Prozent und das Umsatzwachstum sogar um 80 Prozent höher liegt. Von entscheidender Bedeutung ist aber, dass jedes Unternehmen seine eigene Digitalisierungsstrategie entwickelt.“

Brossardt zufolge stellt die Digitalisierung keine Bedrohung dar: „Der Anteil der Berufe, die vollständig automatisiert werden könnten, beträgt nur 0,4 Prozent. Auf der anderen Seite entsteht durch den digitalen Wandel eine Vielzahl neuer Berufsbilder und Jobs. Ein Beispiel ist der ‚Data-Scientist‘.“

Die vbw erwartet, dass sich die Qualifikationsanforderungen stark verändern werden. „Die Arbeitswelt 4.0 erfordert Flexibilität von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Moderne Kommunikationsmedien machen es möglich, dass immer mehr Mitarbeiter ihre Arbeit zeitlich und örtlich ungebunden erledigen. Daher sind Regelungen zur täglichen zehnstündigen Höchstarbeitszeit oder zur elfstündigen Ruhezeit nicht mehr zeitgemäß. Die EU-Arbeitszeitrichtlinie erlaubt eine Wochenhöchstarbeitszeit von 48 Stunden, die den geänderten Rahmenbedingungen Rechnung trägt – bei der Umsetzung ist nun der Gesetzgeber gefordert“, so Brossardt.

Hinweis:
Eine Aufzeichnung der Diskussion wird am 02. Dezember um 22:30 Uhr auf ARD-alpha ausgestrahlt.


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Andreas Ebersperger

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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