Letzte Aktualisierung: 09. Dezember 2015

Pressemitteilung

Kongress zum Drittpersonaleinsatz: vbw warnt vor neuen Regulierungen / Brossardt: „Werkverträge und Zeitarbeit unverzichtbar für unser Wirtschaftsleben“

09.12.2015 - München

Werk- und Dienstverträge sowie die Zeitarbeit sind unverzichtbare Elemente des Wirtschaftslebens. Darauf hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf ihrem Deutschland hat Zukunft-Kongress „Drittpersonaleinsatz – Werkvertrag und Zeitarbeit“ hingewiesen.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt machte anlässlich der derzeitigen Diskussion um eine Neuregelung der Werkverträge deutlich, dass diese Ausdruck der Spezialisierung in einer arbeitsteiligen Produktionskette sind. „Werkverträge sind Garant für Innovation und Qualität. Sie sichern Arbeitsplätze am Standort Bayern. Beschäftigte des Werk- und Dienstvertragsanbieters haben gegenüber ihrem Vertragsarbeitgeber die gleichen Rechte wie alle Arbeitnehmer in Deutschland.“ Die vbw wendet sich entschieden gegen jeden Missbrauch. „Schein-Werk- und -Dienstverträge sind schon nach geltendem Recht verboten. Die bestehenden gesetzlichen Vorgaben sind ausreichend“, so Brossardt.

Die vbw betont auch die Bedeutung der Zeitarbeit für die Unternehmen: „Mit Zeitarbeit bleiben die Firmen flexibel und federn Auftragsspitzen ab. Zeitarbeit ergänzt dabei das Stammpersonal, ersetzt es aber nicht. Nur 2,5 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind in der Zeitarbeit tätig. Gleichzeitig ist Zeitarbeit ein Sprungbrett in Beschäftigung, insbesondere für Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose. Rund zwei Drittel der Zeitarbeitskräfte kommen aus der Arbeitslosigkeit in vollwertige Arbeitsverhältnisse. Zeitarbeit qualifiziert – mehr, als es Arbeitslosigkeit tut“, so Brossardt.

Er warnte vor einer Beschränkung der Überlassungshöchstdauer auf 18 Monate: „Lange Überlassungszeiten gibt es fast nur im hochqualifizierten Bereich, etwa in der Projektarbeit. Es wäre absurd, diese Einsätze vorzeitig beenden zu müssen, weil die Überlassungshöchstdauer des Zeitarbeiters erreicht ist.“ Auch ein gesetzlich vorgeschriebenes „Equal Pay“ nach neun oder zwölf Monaten lehnt die vbw ab. „Selbst wenn man die derzeit diskutierte 9-Monats-Frist in den Fällen, in denen Branchenzuschlagstarifverträge für Zeitarbeitnehmer existieren, auf 12 Monate ausgeweitet, ist das viel zu wenig. Damit würden bestehende Tarifverträge, die Branchenzuschläge regeln, praktisch hinfällig. Tarifautonomie geht vor staatlicher Regulierung.“


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Andreas Ebersperger

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Andreas Ebersperger
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben