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    Letzte Aktualisierung: 03. Mai 2016

    Pressemitteilung

    Kongress „Automatisiertes Fahren“: Erfordernisse an die Infrastruktur / Brossardt: „Mittelfristig flächendeckendes 5G-Netz notwendig“

    03.05.2016 - München

    „Das automatisierte Fahren wird kommen. Die Entwicklung und Umsetzung muss bei uns als technologieführendem Automobilstandort stattfinden. Dazu brauchen wir die entsprechende Infrastruktur“, sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt auf einem Kongress der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. zum „automatisierten Fahren“.

    Die vbw befasste sich im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Deutschland hat Zukunft“ bereits zum zweiten Mal mit diesem Thema. Während es im Dezember 2015 um die rechtlichen Rahmenbedingungen gegangen war, diskutierten die Teilnehmer auf der aktuellen Veranstaltung, unter ihnen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, die Anforderungen an die Infrastruktur.

    Dobrindt: „Das automatisierte und vernetzte Fahren wird die Verkehrssicherheit erhöhen, den Verkehrsfluss deutlich verbessern und die Kapazitäten steigern. Fahrer und Umwelt werden entlastet, zusätzliche Wertschöpfung generiert und neue Arbeitsplätze geschaffen. Wir wollen unsere Erfolgsgeschichte beim Automobil digital fortschreiben und die Wachstums- und Wohlstandschancen der Mobilität 4.0 nutzen. Mein Ziel ist, dass Deutschland Leitanbieter für automatisierte und vernetzte Fahrzeuge ist und zum Leitmarkt wird.“

    „Was an Infrastruktur nötig ist, muss zügig gebaut werden“, forderte Brossardt. Für die erste Generation des hochautomatisierten Fahrens, die sich mit Stop-and-go-Verfahren und Stausystemen auseinandersetzt, reichen nach Einschätzung der vbw verlässlich lesbare Fahrbahnmarkierungen aus. „In der zweiten Generation, die automatisiertes Fahren bei höheren Geschwindigkeiten auf Autobahnen ermöglichen soll, brauchen wir eine durchgängige Ab-deckung mit Mobilfunknetzen, um einen hohen Datenfluss zwischen den Fahrzeugen und der Straße zu garantieren. Die Endstufe ist dann das vollautomatisierte bzw. autonome Fahren. Es stellt noch höhere Anforderungen an die IT- und Telekommunikationsinfrastruktur. Die digitalen Verkehrsinformationen müssen spätestens hier übergreifend vernetzt sein. Wir brauchen konstant präzise Positionsbestimmungen“, sagte Brossardt. Die vbw geht deshalb davon aus, dass mittelfristig ein flächendeckendes 5G-Netz benötigt wird. „Außerdem müssen sich die Hersteller auf gemeinsame Standards für den Datenaustausch einigen“, so Brossardt.

    Die vbw begrüßte das vom Bundesverkehrsministerium eingerichtete „Digitale Testfeld Autobahn“, das nicht nur die Sensorik, sondern auch die Echtzeitkommunikation erforscht. Brossardt forderte zudem, die Infrastruktur gegen externe Angriffe und Manipulationen zu schützen: „Dazu brauchen wir Mindest-standards bei der IT-Sicherheit und eine intelligente Technik in den Fahrzeugen, die externe Daten prüfen kann. Die sicherheitsrelevante Infrastruktur muss auch EU-weit harmonisiert werden.“

    Die vbw betont, dass es nicht nur für die Automobilindustrie, die für ein Fünftel aller industriellen Arbeitsplätze in Bayern steht, sondern für den gesamten Wirtschaftsstandort Bayern von herausragendem Interesse ist, dass die heimischen Hersteller ihre weltweite Spitzenstellung auch bei autonomen Fahr-zeugen verteidigen. „Auf keinen Fall dürfen wir das anderen überlassen – etwa US-amerikanischen Technologiefirmen“, mahnte Brossardt.


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