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    Letzte Aktualisierung: 01. August 2016

    Pressemitteilung

    Pressemitteilung Kongress „Automatisiertes Fahren“: Datenschutz und Datensicherheit / Brossardt: „Wir wollen Daten gleichermaßen nutzen und schützen“

    01.08.2016 - München

    „Das automatisierte Fahren wird kommen. Die höchste Automatisierungsstufe, das ‚autonome Fahren‘, kann bereits bis Ende der 2020er-Jahre erreicht werden. Die Entwicklung und Umsetzung muss bei uns als technologieführendem Automobilstandort stattfinden. Dazu müssen wir die richtigen Rahmenbedingungen schaffen – auch, um die dabei entstehenden Daten zugleich intelligent nutzen und effektiv schützen zu können“, erklärte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt auf einer Veranstaltung der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. zum „automatisierten Fahren“. Mit zunehmender Automatisierung und Vernetzung fallen immer mehr Daten an, die teilweise für die Steuerung wichtig sind, teilweise aber auch nur den Komfort für die Fahrgäste erhöhen sollen. Um die Innovationen im Bereich des automatisierten Fahrens bei uns voranzubringen, muss der richtige Umgang mit diesen Daten geklärt werden.

    Daher stand auf der dritten Veranstaltung im Rahmen der vbw Kongressreihe „Deutschland hat Zukunft“ zum automatisierten Fahren das Thema „Datenschutz und Datensicherheit“ im Mittelpunkt. Podiumsteilnehmer waren unter anderem die bayerischen Staatsminister Joachim Herrmann und Prof. Dr. Winfried Bausback. Bei den ersten beiden Veranstaltungen war es um die rechtlichen Rahmenbedingungen, etwa im Hinblick auf Haftungsfragen, und die Anforderungen an die Infrastruktur gegangen.

    Wichtig aus Sicht der vbw ist es, dass praxiskonforme Lösungen gefunden werden, die den Interessen aller Beteiligter gerecht werden. „Das Datenschutzniveau in Deutschland und Europa ist bereits sehr hoch – wir müssen in diesem Bereich Lösungen mit Augenmaß finden. Insbesondere eine Einwilligung in die Datenverwendung und die Anonymisierung müssen unproblematisch möglich sein“, sagte Brossardt. Hinsichtlich der kommerziellen Verwertung von Daten seien zwar noch Fragen offen, vieles werde sich aber gut über vertragliche Gestaltungen regeln lassen.

    Im Hinblick auf die Strafverfolgung forderte die vbw Rechtssicherheit, wann und von wem Fahrzeugdaten ausgewertet werden dürfen. Bei Unfällen soll die bloße Möglichkeit der Datenauswertung nicht zu einer Verschlechterung der zivilprozessualen Position des Betroffenen führen.

    Positiv bewertet die vbw Pläne der Bundesregierung zur Einführung einer „Black Box“, also einer Art Unfalldatenschreiber wie es sie in Flugzeugen gibt. „Sollte eines Tages verpflichtend eine Black Box in Autos eingebaut werden, müssen zugleich die datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen für die Speicherung und Nutzung geschaffen werden“, forderte Brossardt.

    Elementar ist aus Sicht der vbw die Datensicherheit, also die Abwehr von Angriffen von außen. Brossardt: „Wichtig sind vor allem einheitliche Standards und eine sichere Verschlüsselung. Hier setze ich auf die Innovationskraft der Hersteller – ein Forschungsprogramm zur Datensicherheit wäre eine sinnvolle flankierende Maßnahme.“ Ein solches Programm für sämtliche Schlüsseltechnologien fordert auch der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft in seinen aktuellen Handlungsempfehlungen zu Big Data.


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