Letzte Aktualisierung: 04. Februar 2016

Pressemitteilung

Knapp 2.400 Unternehmen auf CSR-Plattform „Wirtschaft weiß-blau“ / Brossardt: „Gesellschaftliches Engagement muss freiwillig bleiben“

04.02.2016 - Würzburg

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat bei einer Veranstaltung mit Bayerns Arbeitsministerin Emilia Müller auf das vielfältige Engagement der heimischen Unternehmen im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) hingewiesen und vor zunehmender Regulierung gewarnt. „Dass viele Unternehmen im Freistaat über ihr Kerngeschäft hinaus freiwillig gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, hat in Bayern Tradition“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „Dieses Engagement zeigen wir der breiten Öffentlichkeit auf unserer 2011 gestarteten Internetplattform ‚Wirtschaft weiß-blau‘. Mittlerweile präsentieren knapp 2.400 Unternehmen unterschiedlichster Größe ihre vielfältigen CSR-Aktivitäten auf dem Portal, mehr als 300 davon haben ihren Standort in Unterfranken.“

Die vbw lehnt eine Regulierung des CSR-Engagements und bürokratische Lasten wie Berichtspflichten entschieden ab. Brossardt: „Durch die CSR-Richtlinie der EU müssen die Bilanzen vieler Unternehmen künftig auch nichtfinanzielle Informationen beinhalten. Die Bundesregierung darf bei der Umsetzung dieser Richtlinie in deutsches Recht keine Ergänzungen auf den Weg bringen, sondern nur das Nötigste regeln. Zusätzliche Anforderungen und eine Ausweitung der Richtlinie auf den Mittelstand würden zu hohem Bürokratieaufwand führen und die Unternehmen in ihrem gesellschaftlichen Engagement behindern.“

Bayerns Arbeitsministerin Emilia Müller, die zugleich Schirmherrin des Projektes ist, betonte: „Die Bayerische Staatsregierung zieht mit der Wirtschaft an einem Strang – beim Ausbau von Corporate Social Responsibility genauso wie im Kampf gegen die Bürokratie. Bereits jetzt unterstützen wir die Unternehmen in sozial verantwortungsbewusster Unternehmensführung, beispielsweise mit der Initiative ‚Ältere und Arbeitswelt‘. Mit dem Modellprojekt ‚Begleiteter Übergang Werkstatt – allgemeiner Arbeitsmarkt‘ wollen wir Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt bringen. Und mit dem Familienpakt Bayern stärken wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch die zentrale Aufgabe der nächsten Jahre, die Integration von bleibeberechtigten Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt, packen wir mit der Vereinbarung ‚Integration durch Ausbildung und Arbeit‘ gemeinsam an. Damit CSR unbürokratisch und freiwillig bleibt, werden wir die Umsetzung der EU-Richtlinie zu Berichtspflichten auf Bundesebene weiterhin kritisch begleiten.“

Michael Daniel, Leiter Personal Brose Gruppe, erklärte: „Als weltweit fünftgrößter Automobilzulieferer in Familienbesitz hat Brose internationale Sport-, Kultur-, Bildungs- und Sozialprojekte initiiert, die das traditionell nachhaltige soziale Handeln unseres Unternehmens dokumentieren. Wo und wie wir uns gesellschaftlich engagieren, liegt im Ermessen unserer Eigentümer beziehungsweise des Unternehmens. So sollte es auch bleiben. Denn Formen einer Verpflichtung widersprechen dem CSR-Gedanken, der ja gerade vom freiwilligen Engagement der Firmen getragen wird.“


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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