Letzte Aktualisierung: 24. Februar 2016

Pressemitteilung

Internationalisierung schafft Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung / Brossardt: „Langfristiges BIP-Wachstum durch Exporte“

24.02.2016 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. weist auf die volkswirtschaftlichen Vorteile der Globalisierung hin. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Die Internationalisierung der deutschen und bayerischen Wirtschaft hat in mehrfacher Hinsicht positive Auswirkungen. Steigende Exporte erhöhen das Wachstum und über Zulieferverflechtungen profitieren davon auch die binnenwirtschaftlich orientierten Branchen. Zudem sichern kostengünstige Vorleistungen aus dem Ausland die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen. So schafft die Internationalisierung Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung. Die bayerische Wirtschaft muss den Weg der Globalisierung weitergehen.“

Die deutsche sowie die bayerische Volkswirtschaft sind auf den Außenhandel angewiesen. Von 1991 bis 2015 nahm die Inlandsnachfrage im Schnitt um 2,4 Prozent pro Jahr zu, die Exporte wuchsen mit 5,9 Prozent mehr als doppelt so schnell. „Wären die Ausfuhren nur so stark gewachsen wie die inländische Nachfrage, müssten wir uns heute mit einem um knapp 16 Prozent niedrigeren Bruttoinlandsprodukt begnügen“, rechnet Brossardt vor. „Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen läge dann um 5.200 Euro unter dem tatsächlichen Niveau von 35.400 Euro.“

Deutsche und bayerische Unternehmen stellen ihre Wertschöpfungsketten zunehmend international auf. Der Anteil der importierten Vorleistungen an allen Vorleistungen stieg in Deutschland zwischen 1995 und 2011 von jährlich 13,4 Prozent auf 22,2 Prozent. In der Industrie liegt der entsprechende Anteil sogar bei 34 Prozent. „Dies geht nicht zu Lasten des Inlands“, betont Brossardt. „Die Internationalisierung der Wertschöpfungsketten erhöht unsere Wettbewerbsfähigkeit. Trotz des Erstarkens der Schwellenländer auf den weltweiten Märkten konnte unsere Wirtschaft in den letzten Jahren Marktanteile hinzugewinnen.“

Die zunehmende Globalisierung bedeutet aber auch Herausforderungen, weil die Konkurrenz wächst. „Umso wichtiger ist es, im Inland für attraktive Rahmenbedingungen zu sorgen. Notwendig sind stabile Kosten, eine hohe Flexibilität und ein verlässlicher marktwirtschaftlicher Ordnungsrahmen. Es wäre fatal, vom Erfolgsmodell der Internationalisierung abzuweichen. Vielmehr gilt es, die Globalisierung weiter voranzutreiben und für offene Güter- und Kapitalmärkte zu sorgen. Ein entscheidender Schritt auf diesem Weg ist die zügige Umsetzung der Freihandelsabkommen TTIP und CETA“, so Brossardt.


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