Letzte Aktualisierung: 22. März 2016

Pressemitteilung

Inklusion in der bayerischen Wirtschaft kommt voran / Brossardt: „Potenziale zur Fachkräftesicherung nutzen und ausschöpfen“

22.03.2016 - Mertingen

„Die Inklusion von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt ist nicht nur eine sozialpolitische Aufgabe, sondern auch betriebswirtschaftlich sinnvoll und volkswirtschaftlich notwendig. In vielen bayerischen Unternehmen sind Menschen mit Schwerbehinderung ein selbstverständlicher Teil der Belegschaften“, betonte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., heute bei einem Unternehmensbesuch bei der Fendt-Caravan GmbH in Mertingen. Gemeinsam mit Dr. Bernhard Schwab, Amtschef des bayerischen Wirtschaftsministeriums, informierte Brossardt sich über die Integration von Schwerbehinderten in den betrieblichen Alltag.

Brossardt betont: „Viele Menschen mit Behinderung sind gut qualifiziert und hochmotiviert. Sie können daher einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Um den Bedarf unserer Unternehmen zu decken, müssen alle vorhandenen Potenziale genutzt und ausgeschöpft werden.“ Unternehmen wie Fendt-Caravan, die sich in besonderer Weise bei der beruflichen Integration von schwerbehinderten Menschen engagieren, leisten laut Brossardt einen wichtigen Beitrag dazu, eine inklusive Gesellschaft zu schaffen und zugleich wirtschaftliche Vorteile daraus zu schöpfen.

Der Wohnwagenhersteller beschäftigt insgesamt 58 Schwerbehinderte und Schwerbehinderten-Gleichgestellte bei einer Stammbelegschaft von 549. Dies entspricht einer Quote von 10,6 Prozent. 2009 erhielt das Unternehmen den bayerischen Integrationspreis „JobErfolg“. Hans Frindte, kaufmännischer Geschäftsführer von Fendt-Caravan: „Unser Unternehmen engagiert sich im Bereich Inklusion stark. Beispielsweise wurde verdienten Mitarbeitern eine Perspektive gegeben und für sie ein ihren Möglichkeiten entsprechender Arbeitsplatz geschaffen, damit sie in unserem Unternehmen weiter beschäftigt werden konnten. Somit wurde einer der Leitgedanken der Inklusion – Zugehörigkeit – aktiv umgesetzt.“

Dr. Schwab erklärt: „Wir wollen in Bayern eine inklusive Gesellschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderung vorurteilsfrei zusammenleben und zusammenarbeiten. Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist es mehr Menschen mit Behinderung in die Erwerbstätigkeit zu bringen und ihre Potenziale zu nutzen. Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat sich diesem wichtigen Thema angenommen und bereits eine Beschäftigungsquote von knapp zehn Prozent erreicht.“

In Bayern sind heute gut 185.000 Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigt, fast ein Drittel mehr als 2007. Brossardt appelliert an die Gesetzgeber: „Statt Vorschriften zu verschärfen und mehr Bürokratie zu schaffen, sollten wir uns darauf konzentrieren, Best Practice Beispiele aufzuzeigen, Hürden im Berufsalltag abzubauen und damit mehr Chancen zu schaffen.


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Dr. Theresa Lena Sauter

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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