Letzte Aktualisierung: 21. Juni 2018

Pressemitteilung

Hohe Steuer- und Abgabenlast bremst privaten Vermögensaufbau / Brossardt: „Wohnraum gezielt fördern“

21.06.2018 - München

Auf einem Kongress hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ihre Studie zur Vermögens-
verteilung vorgestellt und eine sachliche Debatte gefordert. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt stellt klar: „Die Kritik an der Vermögensverteilung in Deutschland fußt auf Vorurteilen und blendet Fakten aus.“

Ein Ergebnis der vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln durchgeführten vbw Studie: Der Großteil der internationalen Unterschiede in der Vermögensverteilung lässt sich auf institutionelle Rahmenbedingungen zurückführen. Manche Schlüsse auf Ungerechtigkeiten in Deutschland lassen sich dadurch nicht begrün-
den. Brossardt: „Die Vermögensverteilung ist maßgeblich von der Ausprägung des Sozialstaats abhängig. Länder mit einem größeren sozialen Sicherungsnetz weisen generell ein höheres Maß an Ungleichver-
teilung auf als Staaten, deren soziale Sicherung weniger stark ausgeprägt ist. In Ländern mit starker sozialer Sicherung besteht ein geringerer Anreiz zur privaten Vorsorge.“ Eine Ungenauigkeit in vielen Statistiken ist in der Altersvorsorge begründet. „Während es in einigen Staaten nur eine private Alters-
vorsorge gibt, existiert in Deutschland mit der Gesetzlichen Rentenversicherung eine wichtige Säule des Vorsorgesystems. Diese gesetzliche Komponente wird jedoch statistisch nicht miteinberechnet. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Altersvorsorgeansprüche würde die Vermögensungleichheit um 30 Prozent reduziert“, erklärte der vbw Hauptgeschäftsführer.

Um breiten Teilen der Bevölkerung Chancen auf Vermögensaufbau zu eröffnen, nennt Brossardt daher drei Forderungen: „Erstens muss sich die Einkommensteuer wieder stärker an der Leistungsfähigkeit des Einzelnen orientieren. Zweitens ist eine Rückbesinnung auf die Ziele der Sozialen Marktwirtschaft notwen-
dig: Statt Umverteilung muss die Eigenverantwortung gestärkt werden. Drittens muss Wohnraum gezielt gefördert werden.“ Denn die eigene Immobilie macht einen bedeutenden Anteil am Vermögen eines Haus-
halts aus. „In Deutschland lag die Wohneigentumsquote 2014 bei 44 Prozent, im Euroraum bei rund 61 Prozent. Wir begrüßen daher ausdrücklich die neuen Förderinstrumente der Bayerischen Staatsregierung zum Wohnungsbau“, so Brossardt.

Die Studie ist unten stehend abrufbar.


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Simon Peltzer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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