Letzte Aktualisierung: 06. September 2016

Pressemitteilung

Handlungsempfehlungen des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft: „Zukunft digital – Big Data“

06.09.2016 - München

Auf Basis der Studie der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. „Big Data im Freistaat Bayern – Chancen und Herausforderungen“ hat der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft konkrete Handlungsempfehlungen formuliert, wie der Freistaat die großen Potenziale im Bereich Big Data bestmöglich nutzen kann. Diese umfassen strategische Empfehlungen, Empfehlungen für Unternehmen, für den Standort Bayern und die Gestaltung des Rechtsrahmens.

Viele bayerische Unternehmen sehen die Chancen von Big Data, aber vor allem kleine und mittlere zögern noch, die Technologien auch zu nutzen. Als Gründe dafür geben sie, neben teilweise mangelndem Know-how, insbesondere rechtliche Unsicherheiten an. „Hier muss der Gesetzgeber Klarheit schaffen. Dabei sollte er sich aber auf notwendige Maßnahmen beschränken, ohne die technologische Entwicklung zu bremsen“, fordert Alfred Gaffal, vbw Präsident und Vorsitzender des Zukunftsrats.

In drei Bereichen sieht der Zukunftsrat Reformbedarf: beim Schutz, bei der Verwertung und bei der Sicherheit von Daten. Der Zukunftsrat empfiehlt:

  • Datenschutz maßvoll modernisieren:
    „Der Schutz der Persönlichkeitsrechte ist ein hohes Gut. Aber das erforderliche Schutzniveau muss mit der gesellschaftlichen Realität abgeglichen werden“, erklärt Gaffal. Laut Zukunftsrat sollte beispielsweise die Anonymisierung von Daten erleichtert werden.
  • positive Regelungen zur Datenverwertung:
    Gaffal: „Die Einführung eines Dateneigentums wäre keine sinnvolle
    Lösung. Wir dürfen Big Data nicht auf zivilrechtlichem Weg die Innovationskraft nehmen. Stattdessen sollten wir auf vertragliche Regelungen setzen.“
  • Grundlagen für Datensicherheit reformieren:
    „Bei der Datensicherheit sind gesetzgeberische Eingriffe unverzichtbar, um sachgerechte Lösungen für die Praxis zu finden“, ist Gaffal überzeugt. Hier empfiehlt der Zukunftsrat dem Gesetzgeber aber, zwischen angemessener IT-Sicherheit und Innovationsfreundlichkeit abzuwägen.


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