Letzte Aktualisierung: 14. März 2016

Pressemitteilung

Globale Frühindikatoren im Abwärtstrend / Brossardt: „Kühles Weltwirtschaftsklima drückt Stimmung deutscher Firmen“

14.03.2016 - München

Nahezu alle Frühindikatoren und Stimmungsbarome­ter sind derzeit im Abwärtstrend, wie aus einer Auswertung der vbw – Vereini­gung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hervorgeht. Während die globalen Kon­junkturindizes schon seit einem Jahr abwärtsgerichtet sind, gaben auch die Frühindikatoren für die Eurozone zuletzt nach. „Das kühle Wirtschaftsklima weltweit drückt auf die Stimmung deutscher Firmen. Sie sind international aufgestellt und stark exportorientiert. Die sinkende Nachfrage insbesondere aus den Schwellenländern und geopolitische Krisen sorgen für Verunsiche­rung. Wenn inzwischen fast alle aktuellen Konjunkturindizes nach unten zeigen, ist das beunruhigend. In dieser Situation brauchen die Unternehmen verlässliche, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen am Standort Deutsch­land“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt auch mit Blick auf die anstehenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektro-Industrie.

Die Frühindikatoren für Deutschland haben sich im Februar 2016 weiter ein­getrübt. Der ifo-Geschäftsklimaindex sank zum dritten Mal in Folge von 109,0 Punkten im November letzten Jahres auf 105,7 Punkte. Das lag vor allem an den gesunkenen Erwartungen. Auch die ZEW-Konjunkturerwartungen und der Economic Sentiment Indicator, der auf einer Befragung von Unternehmen und Verbrauchern basiert, sind erneut zurückgegangen. Der Einkaufsmanager­index für die Industrie sank im Februar ebenfalls spürbar und liegt nun mit 50,2 Punkten nicht mehr im Wachstumsbereich. Einzig der sentix-Konjunkturindex, für den private und institutionelle Finanzmarktteilnehmer interviewt werden, stieg in Deutschland leicht an, in der Eurozone gab er allerdings nach.

Der Economic Sentiment Indicator ging im Februar sowohl für die Eurozone als auch für die EU insgesamt zurück. Das gilt auch für die ZEW-Konjunktur­erwartungen und den Einkaufsmanagerindex für die Industrie. Die Frühindika­toren für die Weltwirtschaft sind ebenfalls überwiegend rückläufig: Die Indi­katoren von OECD und Bundesbank gaben im Februar nach und liegen deut­lich unter ihrem langjährigen Durchschnittswert. Der Einkaufsmanagerindex ist erstmals seit drei Jahren mit 49,8 Punkten unter die Wachstumsschwelle ge­fallen. „Nicht nur die Indizes für Brasilien und Russland lagen im Februar unter der Wachstumsschwelle, sondern auch die Einkaufsmanagerindizes für China und sogar für die USA. Das bereitet uns große Sorge, denn die Vereinigten Staaten und China sind Nummer 1 und 3 auf der Rangliste der wichtigsten Exportmärkte Bayerns“, so Brossardt.


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