Letzte Aktualisierung: 10. Januar 2019

Pressemitteilung

Gesunkene Stickstoffdioxid-Werte bestätigen eingeschlagenen Kurs / Brossardt: „Weg zu emissionsarmer Mobilität ohne Quoten und Verbote“

10.01.2019 - München

Durch die an vielen Messstellen in Bayern gesunkene Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) sieht sich die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. in ihrer Position gegen Fahrverbote bestätigt und dankt der Bayerischen Staatsregierung für den klaren Kurs im Sinne des „Pakts zur Zukunft der Fahrzeugindustrie in Bayern“.

Am vielbefahrenen Stachus in München, an der Nürnberger Von-der-Tann-Straße und an der Augsburger Karlstraße lag der Messwert nach der Mitteilung des Landesamts für Umwelt schon jetzt unter 50 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft. Damit sollte nach Planungen der Bundesregierung kein Fahrverbot verhängt werden. An der ebenfalls stark vom Fahrzeugverkehr frequentierten Landshuter Allee in München ist der Wert um gut 15 Prozent gesunken. „Wenn es in diesem Tempo weitergeht, liegen wir auch dort in spätestens anderthalb Jahren unter der Eingriffsschwelle, ohne Maßnahmen, die Bürger und Wirtschaft belasten. Viele andere bayerische Städte sind jetzt schon im grünen Bereich“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt und ergänzt: „Der Diesel wird auch unter dem Aspekt des Klimaschutzes weiter eine entscheidende Rolle spielen und darf nicht verteufelt werden. Die Dieseldiskussion muss beendet werden.“

Die vbw spricht sich klar gegen Fahrverbote aus. „Der Weg zu einer emissionsarmen Mobilität führt nicht über Quoten und Verbote, sondern über innovationsfreundliche Rahmenbedingungen – etwa für die Elektromobilität oder das autonome Fahren. Im kommunalen Bereich gibt es zudem viele ergänzende Maßnahmen, um die Luftqualität weiter zu verbessern, wie eine intelligente Verkehrsflusssteuerung, die Umrüstung von Nutzfahrzeugen oder Anlagen zur Luftfilterung. Es gibt also keinen Anlass, einzelne Technologien zu verurteilen und die innerstädtische Mobilität zu beschränken“, betont Brossardt. „Wir stehen zu unserer Automobilindustrie und wollen den zu erwartenden Strukturwandel aktiv mitgestalten. Nur so können wir Wertschöpfung am Standort halten und unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit behaupten“, so Brossardt.


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