Letzte Aktualisierung: 30. April 2019

Pressemitteilung

Frühlingsstimmung auf dem bayerischen Arbeitsmarkt setzt sich fort / Brossardt: „Flexibilität durch modernisiertes Arbeitszeitgesetz gefordert“

30.04.2019 - München

„Der bayerische Arbeitsmarkt ist weiterhin in exzellenter Verfassung. Die Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent im April liegt niedriger als im Vormonat (3,0 Prozent) und im Vorjahresmonat (2,9 Prozent). Der Arbeitsmarkt ist weiterhin klar auf Frühling eingestellt“, kommentierte der Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Bertram Brossardt, die heute vorgestellten April-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. „Bayern ist mit dem Rekordwert von über 5,6 Millionen sozialversicherungspflichtigen Jobs weiter ein Magnet für Unternehmen und Arbeitnehmer“, so Brossardt weiter.

Die positive Arbeitsmarktentwicklung ist nach Überzeugung der vbw aber keine Selbstverständlichkeit. „Der Konjunkturmotor stottert. Auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich dies erfahrungsgemäß erst mit zeitlicher Verzögerung. Hinzu kommen die großen politischen Unsicherheitsfaktoren wie die schwelenden internationalen Handelskonflikte. Umso wichtiger ist es, dass in einer Zeit des Umbruchs die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Insbesondere in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik dürfen die Weichen nicht weiter in die falsche Richtung gestellt werden. Teure Rentenversprechen belasten die Sozialkassen. Instrumente wie der Rückkehranspruch von Teilzeit in Vollzeit für alle und die geplante deutliche Verschärfung der Befristungen wirken sich negativ auf die Flexibilität der Unternehmen bei der Personalplanung aus“, so Brossardt.

Sorgen bereiten der bayerischen Wirtschaft weiterhin Fachkräfteengpässe: Brossardt: „Die Fachkräftesicherung ist eine große Herausforderung in vielen Berufen und Regionen. Bis 2025 werden nach unserer vbw Studie ‚Arbeitslandschaft‘ 350.000 Fachkräfte in Bayern fehlen. Wir müssen die Erwerbsbeteiligung zu erhöhen, vor allem durch Maßnahmen, die den Wiedereinstieg von Müttern in das Erwerbsleben oder den längeren Verbleib älterer Menschen im Erwerbsleben fördern. Es müssen auch alle Arbeitszeitpotenziale gehoben und das Arbeitszeitgesetz den Anforderungen des digitalen Zeitalters angepasst werden. So ist die Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf maximal zehn Stunden nicht mehr zeitgemäß. Wir brauchen eine flexiblere Verteilung der Arbeitszeit – weg von einer täglichen hin zu einer wöchentlichen Betrachtung.“


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