Letzte Aktualisierung: 21. November 2016

Pressemitteilung

Fortschritte bei der Breitband- und Mobilfunkversorgung in der Region / Kaeser: „Schnelle Netze sind Basis, um Chancen der Digitalisierung zu nutzen“

21.11.2016 - Coburg

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat in einer Studie und einer Umfrage untersucht, welche konkreten Anforderungen die Unternehmen im Freistaat und in der Region an die kabelgebundene und mobile Netzinfrastruktur haben. „Der Ausbau der digitalen Infrastruktur kommt in Bayern im bundesweiten Vergleich sehr gut voran. Die bayerischen Aktivitäten sind vorbildlich. International gesehen sind Deutschland und Bayern aber nur Mittelmaß. Wir brauchen noch mehr Tempo beim Ausbau von Funk- und Leitungsnetzen“, sagte Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Oberfranken.

Zur Ermittlung des Stands des Breitbandausbaus hat die vbw einen Next-Generation-Access-Index (NGA-Index) vorgestellt. Demnach sind nur noch 28 von 214 oberfränkischen Gemeinden unterdurchschnittlich versorgt, was sich in einem NGA-Index von unter 50 von 100 möglichen Punkten widerspiegelt. Bis Ende 2017 wird diese Zahl auf 8 sinken. Auf der anderen Seite werden bis Ende des nächsten Jahres 96 Gemeinden in Oberfranken einen sehr guten Indexwert von mindestens 80 Punkten aufweisen, davon 29 sogar den Maximalwert von 100 Punkten. Bereits heute erreichen Bayreuth, Bamberg, Coburg und Hof den Maximalwert von 100 Punkten. Breitengüßbach als kleinerer Ort liegt beispielsweise bei 71 Punkten.

„Wir fordern, dass bei leitungsgebundenen Netzen bis 2020 flächendeckend Geschwindigkeiten von 100 Megabit pro Sekunde oder mehr zur Verfügung stehen – das brauchen unsere Unternehmen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Netzausbaupolitik muss noch mehr auf die Umrüstung hin zum glasfaserbasierten Gigabitnetz ausgerichtet werden“, sagte Kaeser.

Auch bei der Mobiltelefonie kommt Bayern gut voran. Auch in Oberfranken ist die LTE-Abdeckung im Großen und Ganzen gut. Ausbaufähig sind die Funknetze noch im Osten der Landkreise Bayreuth, Kronach und Hof.

Die vbw begrüßt das vorgesehene Sofortprogramm zum Bau neuer oder zur Nachrüstung bestehender Mobilfunkmasten der Staatsminister Ilse Aigner und Markus Söder. „Das ist ein wichtiger erster Schritt. Ergänzend brauchen wir ein Mastenprogramm“, erklärte Kaeser.

Gerhard Förtsch, Geschäftsführer der TeleSys Telekommunikationstechnik GmbH in Breitengüßbach, ergänzte aus Sicht seines Unternehmens: „Generell reichen bei Gewerbekunden die aktuellen Versorgungsziele der Regierung von 50 Megabit pro Sekunde in Zukunft nicht aus. Oft können Kundenwünsche einer modernen Kommunikationslösung nicht umgesetzt werden. Wir haben bayernweit Kunden, die aufgrund ihrer ländlichen Lage auf eine bessere Versorgung angewiesen sind.“


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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