Letzte Aktualisierung: 29. Juni 2017

Pressemitteilung

Flexirenten-Gesetz und Anpassung des Rentenwerts zum 01. Juli / Brossardt: „Übergang zwischen Erwerbsleben und Ruhestand weiter flexibilisieren“

29.06.2017 - München

Mit dem Gesetz zur Flexirente soll der Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand flexibler werden. Teile des Gesetzes sind bereits in Kraft getreten, zum 01. Juli greifen nun auch die Änderungen bei den Hinzuverdienstgrenzen. Für die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. gehen diese allerdings nicht weit genug. „Bessere Regeln für einen flexiblen Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand sind wichtig, denn so wird die Beschäftigung Älterer gestärkt. Angesichts der Alterung der Gesellschaft, der höheren Lebenserwartung und des Rückgangs potenzieller Erwerbspersonen sind entsprechende Maßnahmen überfällig“, unterstreicht vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Allerdings: „Das neue Anrechnungsmodell beim Hinzuverdienst stellt zwar eine Verbesserung zum früheren Stufenverfahren dar. Sinnvoller und motivierender wäre aber ein ungekürzter Hinzuverdienst bis zu der Höhe, in der Rente und Hinzuverdienst zusammengenommen dem letzten Bruttoeinkommen entsprechen. Außerdem müssen verbliebene arbeitsrechtliche Hemmnisse beseitigt werden, um die Beschäftigung nach Erreichen der Altersgrenze zu erleichtern“, erklärt Brossardt.

Zum 01. Juli steigen außerdem die Renten in Deutschland. In Westdeutschland beträgt das Rentenplus 1,9 Prozent, die Ostrenten steigen um 3,59 Prozent. „Die erneute Anhebung des Rentenwerts zeigt, dass die Renten in Deutschland – auch unter Berücksichtigung der Inflation – nicht sinken. Der immer wieder geäußerte Vorwurf, dass ein Rückgang des Rentenniveaus zu sinkenden Renten führt, stimmt nicht“, betont Brossardt.

Panikmache bei der Rente ist laut vbw daher nicht angezeigt. „Die nächste Bundesregierung muss sich einerseits darüber Gedanken machen, wie die Beschäftigung im Alter weiter gestärkt werden kann, außerdem muss sachlich diskutiert werden, wie die Altersvorsorge langfristig stabilisiert werden kann. Dabei gilt es, alle drei Säulen des Rentensystems – gesetzliche Rente, betriebliche Altersvorsorge und private Altersabsicherung – in den Blick zu nehmen“, so Brossardt.


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