Letzte Aktualisierung: 25. November 2016

Pressemitteilung

Erneuter Lufthansa-Streik: vbw warnt vor volkswirtschaftlichem Schaden und Imageverlust / Brossardt: „Lösung am Verhandlungstisch finden“

25.11.2016 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat den erneuten Pilotenstreik bei der Lufthansa scharf kritisiert.

„Diese 14. Streikwelle im Lufthansa-Konzern seit April 2014 wirft ein schlechtes Licht auf unser Land. Die Lufthansa steht in starkem internationalen Wettbewerb, insbesondere durch so genannte Billig-Airlines und durch aufstrebende Konkurrenten mit günstigeren Kostenstrukturen, zum Beispiel aus den Golfstaaten. Die vbw befürchtet, dass bei weiter anhaltenden Streikaktionen Verkehrsströme verstärkt über andere internationale Drehkreuze geleitet werden. Umsteigepassagiere werden vermehrt Wege über Knotenpunkte im Ausland suchen. Da München eines der beiden zentralen Drehkreuze der Lufthansa in Deutschland ist, ist Bayern besonders betroffen. Unserem Land geht mit jedem Streik Wertschöpfung verloren“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die vbw befürchtet außerdem einen massiven Imageschaden. „Bayern und Deutschland verlieren als Verkehrsdrehscheiben an Zuverlässigkeit. Das können wir uns als stark exportorientiertes Land nicht leisten. Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft steht auf dem Spiel“, sagte Brossardt.

Der vbw Hauptgeschäftsführer rief die Vereinigung Cockpit dazu auf, dringend eine dauerhaft tragfähige Lösung am Verhandlungstisch zu suchen: „Der Streik richtet sich formal gegen das eigene Unternehmen, faktisch aber gegen die Passagiere und viele andere Unternehmen. Wenn einige Wenige eine gesamte Infrastruktur lahmlegen, zieht dies einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden nach sich. Es darf nicht sein, dass aufgrund von Partikularinteressen große Teile unseres Wirtschaftslebens weiterhin beeinträchtigt werden“, so Brossardt.


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