Letzte Aktualisierung: 15. Januar 2016

Pressemitteilung

Emilio Galli Zugaro als Gastredner beim 22. Neujahrsempfang der schwäbischen Arbeitgeberverbände in Augsburg / Von der Leyen: „Stimmung in der Wirtschaft mäßig, Unsicherheiten wachsen“

14.01.2016 - Augsburg

Gastredner beim traditionellen Neujahrsempfang der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und der bayerischen Me­tall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm in der Region Schwaben war in die­sem Jahr Emilio Galli Zugaro, Präsident der Methodos S. p. A. Der ehemalige Kommunikationschef des Allianz-Konzerns berät Top-Manager von Unterneh­men sowie Start-ups. Außerdem lehrt er an der Ludwig-Maximilians-Universität und an der European School of Management and Technology in Berlin.

Vor rund 700 Vertretern aus Politik, Unternehmen, Verwaltung und Medien sprach Galli Zugaro über die Herausforderungen guter Unternehmensführung in Zeiten sozialer Medien und wachsenden Vertrauensverlusts in die Wirt­schaft. „Jeder unzufriedene Kunde kann direkt über soziale Medien ein Unter­nehmen an den Pranger stellen. Public Relations und Marketing werden dann nicht helfen. Nur die Sensibilisierung eines jeden Mitarbeiters für die Auswir­kungen seines Handelns kann diesen Risiken vorbeugen. Dazu bedarf es einer neuen Art von Führung, der Kommunikativen Führung“, führte Galli Zugaro aus und forderte: „Jeder Mitarbeiter muss zum Botschafter des Unternehmens wer­den und dazu muss er ernst genommen, befähigt und ermächtigt werden.“

Zu Beginn der Veranstaltung berichtete der Vorsitzende der vbw Bezirksgruppe Schwaben, Philipp Erwein Prinz von der Leyen, über die aktuelle Stimmung und Lage der bayerischen Wirtschaft: „Der leichte Aufwärtstrend, den wir Ende letzten Jahres beobachten konnten, wird sich in diesem Jahr voraussichtlich fortsetzen. Allerdings nehmen die Unsicherheiten beispielsweise durch die kon­junkturelle Verlangsamung in den Schwellenländern oder geopolitische Krisen wie in Syrien und im mittleren Osten weiter zu.“ Große Sorge bereiten von der Leyen die hohen Strompreise in Deutschland: „Unsere Unternehmen müssen sich im globalen Wettbewerb behaupten, die Internationalisierung ihrer Wert­schöpfungsketten nimmt stetig zu. Unser Standort kann sich weiter steigende Strompreise nicht leisten. Wir brauchen endlich eine Strompreisbremse.“

Aus der Perspektive der Metall- und Elektro-Industrie ergänzte Jürgen Weiß, Vorsitzender der bayme vbm Region NordWest Schwaben: „Der bayerischen M+E Industrie geht es nicht richtig schlecht, aber auch nicht so richtig gut. Ein wesentlicher Grund ist die anhaltende Investitionsschwäche weltweit. Außerdem machen der M+E Industrie die Lohnstückkosten zu schaffen. Sie befinden sich auf sehr hohem Niveau und steigen weiter. Das liegt daran, dass sich die Arbeitskosten rasant erhöhen, die Produktivität dagegen nur minimal wächst. Damit schrumpft die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen kontinuier­lich.“ Angesichts dieser Rahmenbedingungen brauchen die Unternehmen laut Weiß vor allem eines: Flexibilität. „Das gilt für gesetzliche ebenso wie für tarif­liche Regelungen“, betonte Weiß mit Blick auf die bevorstehende Tarifrunde in der M+E Industrie.


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