Letzte Aktualisierung: 19. August 2019

Pressemitteilung

Drastischer Exportrückgang im Juni besorgt bayerische Wirtschaft / Brossardt: „Schwieriges Jahr 2019 zu erwarten“

19.08.2019 - München

Die bayerischen Exporte sind im Juni 2019 mit einem Minus von 11,9 Prozent auf 15,1 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahresmonat stark rückläufig. Ebenso ist die Einfuhr von Handelswaren um 6,9 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro zurückgegangen. „Dieses Ergebnis zeigt, dass die Zeiten des langanhaltenden Wachstums vorbei sind. Vielmehr wirken sich der internationale Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der ausstehende Brexit negativ auf die Exportkraft der bayerischen Unternehmen aus. Ziel muss deshalb eine rasche Rückkehr zu stabilen und verlässlichen weltweiten Rahmenbedingungen sein, um einen freien Handelsaustausch zu gewährleisten“, kommentiert Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik.

Die bayerischen Unternehmen haben im ersten Halbjahr 2019 um 1,7 Prozent weniger exportiert als im Vorjahreszeitraum 2018. Insgesamt hat die bayerische Wirtschaft seit Jahresbeginn Waren im Wert von fast 97 Milliarden Euro ausgeführt.

„Für Bayern bleiben die USA immer noch der wichtigste Einzelmarkt. Erfreulicherweise verzeichnen wir in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Ausfuhrzuwachs von 1,5 Prozent. Von Januar bis Juni 2019 wurden Waren im Wert von mehr als 10,6 Milliarden Euro in die USA exportiert“, sagt Brossardt. Auf Platz zwei der wichtigsten einzelnen Exportländer liegt China. Jedoch fielen die Ausfuhren in den ersten sechs Monaten 2019 um 1,5 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro. Die Exporte in das Vereinigte Königreich sind stark rückläufig: Im ersten Halbjahr 2019 wurden 6,0 Prozent weniger Waren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nach UK verkauft. Die Ausfuhren in die Europäische Union stagnierten, während die Exporte in die Eurozone um 0,1 Prozent anstiegen.

Der Exportrückgang ist bei ‚Personenkraftwagen (inkl. Wohnmobilen)‘ mit 9,5 Prozent besonders hoch. Diese Warengruppe bleibt jedoch mit 16,6 Milliarden Euro Ausfuhrwert die wichtigste der bayerischen Industrie. Der Export von Maschinen konnte um 0,3 Prozent gesteigert werden.


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