Letzte Aktualisierung: 12. Juli 2018

Pressemitteilung

Gemeinsame Pressemitteilung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayern und der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

12.07.2018 - München

Digitale Transformation als Chance für Arbeitswelt nutzen

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und die Evangelisch-Lutherische Kirche Bayern (ELKB) diskutierten auf einem gemeinsamen Kongress über die Digitalisierung in der Arbeitswelt. vbw und ELKB betonten dabei, dass die digitale Transformation bereits voll im Gange ist und erörterten ihre Chan-
cen und Risiken.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärte: „Wir müssen die Ängste vor der digitalen Transfor-
mation ablegen, den technologischen Fortschritt annehmen und die neue Arbeitswelt zu unserem Nutzen gestalten. Es werden Tätigkeiten wegfallen, aber an anderer Stelle werden mindestens genauso viele neue Berufe und Jobs entstehen. Viele davon kennen wir heute noch gar nicht. Die Jobchancen in Bayern sind gut und bleiben es auch in einer weiter digitalisierten Arbeitswelt. Allerdings müssen wir unsere Rahmen-bedingungen anpassen. Unser Bildungssystem muss so verändert werden, dass jeder Schüler, Auszu-
bildende und Student eine informationstechnische Grundausbildung erhält. Hierzu hat der von uns initiierte Aktionsrat Bildung im Mai entsprechende Änderungen im Bildungswesen vorgeschlagen. Die gesetzlich vorgeschriebene tägliche Höchstarbeitszeit muss durch eine wochenbezogene Betrachtung ersetzt werden.“

Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), sagte: „In der Digitalisierung stecken Chancen und Risiken. Es muss darum gehen, die Chancen zu nutzen und die Risiken zu begrenzen und so die Digitalisierung verantwortlich zu gestalten. Die Gesellschaft darf sich nicht in Digitalisierungsgewinner und Digitalisierungsverlierer spalten. Auch die Schwachen müssen Anteil an den Früchten der digitalen Revolution haben. Und es ist darauf zu achten, dass nicht Computer mittels künstlicher Intelligenz die Kontrolle übernehmen, sondern es Menschen sind und bleiben, die verantwortliche Entscheidungen treffen. Datenkonzentration bedeutet Machtkonzentration. Deswegen müssen im digitalen Zeitalter neue Mechanismen der Machtkontrolle entwickelt werden.“


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Simon Peltzer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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