Letzte Aktualisierung: 25. Mai 2018

Pressemitteilung

Bruttolöhne seit 1991 nahezu verdoppelt / Brossardt: „Abgabenlast und Teilzeitwünsche reduzieren Reallohnzuwachs“

25.05.2018 - München

Die Bruttolöhne je Stunde haben sich in Deutschland seit 1991 nahezu verdoppelt (+97,1 Prozent). Im gleichen Zeitraum ist der Zuwachs der Nettolöhne aber rund zehn Prozentpunkte niedriger (+86,6 Prozent). „Das liegt an der gestiegenen Belastung durch Steuern und Sozialabgaben in diesem Zeitraum. Teure Wahlgeschenke wie die Mütterrente oder die Rente mit 63 kommen nur einigen zu Gute, bezahlen müssen sie aber alle“, erklärt Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Der Reallohnzuwachs seit 1991 liegt bei knapp 20 Prozent. Das ist mehrheitlich Preissteigerungen ge-
schuldet. „Die Politik hat die Inflation durch die Anhebung indirekter Steuern massiv gesteigert, zum Beispiel die Mehrwertsteuererhöhung um drei Prozentpunkte im Jahr 2007 oder die immer weiter steigende Stromsteuer. Diese Entwicklungen müssen gestoppt werden. Es ist an der Zeit, dass den Bürgern wieder mehr Netto vom Brutto bleibt – da ist nun die Bundesregierung am Zug“, kommentiert Brossardt.

Laut vbw sind die enorme Zunahme der Teilzeitbeschäftigung sowie die stetige Reduzierung der durch-
schnittlichen Wochenarbeitszeit für die vermeintlich schwache Entgeltentwicklung mit verantwortlich.
„Die Wirtschaft ist weder für staatliche Preissteigerungen noch für die gestiegenen Wünsche nach Teilzeit verantwortlich. Beides hat aber die reale Entgeltentwicklung der letzten Jahrzehnte geprägt“, betont Brossardt und fügt hinzu: „Der ausgehandelte Koalitionsvertrag enthält keine echten Verbesserungen. Während bei den Steuern lediglich der Status Quo beibehalten wird, drohen auf der Abgabenseite neue Belastungen, unter anderem durch Leistungsausweitungen in der Rente und der Wiedereinführung der paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen."


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Simon Peltzer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Simon Peltzer
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben