Letzte Aktualisierung: 14. Februar 2017

Pressemitteilung

vbw zur DGB-Forderung „Rückkehrrecht in Vollzeit“ / Brossardt: "Neues Bürokratiemonster fern der betrieblichen Realität"

14.02.2017 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. lehnt einen Teilzeitanspruch mit Rückkehrrecht entschieden ab. Den Plänen des Bundesarbeitsministeriums und entsprechenden Forderungen von DGB und Sozialverbänden erteilte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossard eine Absage: „Es droht ein neues Bürokratiemonster fern der betrieblichen Realität mit weiterer Überregulierung des Arbeitsrechts. Ein befristeter Teilzeitanspruch mit Rückkehrrecht in Vollzeit setzt die Firmen und die übrigen Arbeitnehmer gleichermaßen unter Druck und raubt ihnen die nötige Flexibilität. Die Arbeit muss schließlich erledigt werden, auch wenn Mitarbeiter befristet ausfallen oder kürzer arbeiten wollen. Gerade für kleinere und mittlere Firmen ist es praktisch unmöglich, für die aufzustockenden Stunden für kurze Phasen geeignetes Personal zu finden.“

Die vbw verwies darauf, dass bereits die bestehenden Ansprüche auf Veränderung der Arbeitszeit die Betriebe vor erhebliche Herausforderungen stellen. Als Beispiele nannte deren Hauptgeschäftsführer die Fälle von Elternzeit oder Pflegezeiten. „Eine weitere Regelungsnotwendigkeit besteht nicht. Schon heute ist der Abschluss befristeter Teilzeitvereinbarungen möglich. Betriebliche und individuelle Vereinbarungen sind sinnvoll – und nicht gesetzliche Regelungen“, sagte Brossardt.

Die vbw forderte die Bundesregierung auf, gerade in der gegenwärtig unsicheren konjunkturellen Lage alles zu unterlassen, was Arbeit verteuert und den Unternehmen Flexibilitätraubt. Brossardt: „Der Gesetzentwurf von Frau Nahles muss deshalb zurück in die Schublade.“


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